Deep Purple: Lazy
Allgemeine Infos
Album: Machine Head (1972)
Länge: ca. 7:23 Minuten (Live-Versionen oft deutlich länger)
Genre: Hard Rock, Blues Rock
Besetzung (Mark II):
Ian Gillan – Gesang, Mundharmonika
Ritchie Blackmore – Gitarre
Jon Lord – Hammond-Orgel
Roger Glover – Bass
Ian Paice – Schlagzeug
Aufbau & Besonderheiten
1. Legendäres Intro (ca. 2 Minuten)
- Beginnt mit einem Orgelriff von Jon Lord, stark vom Blues beeinflusst
- Klingt fast wie Bach trifft Hard Rock 😄
- Wird oft als eines der besten Keyboard-Intros der Rockgeschichte bezeichnet
2. Instrumental-Jam
- Gitarre, Orgel und Rhythmusgruppe bauen Spannung auf
- Viel Improvisation – besonders live extrem ausgedehnt
3. Gesangsteil (relativ kurz)
- Der eigentliche Songtext kommt erst spät
- Ungewöhnlich: Der Song ist mehr Instrumental als Gesang
4. Mundharmonika-Solo
Gespielt von Ian Gillan
Starker Chicago-Blues-Einfluss
Bedeutung & Inhalt
Der Text ist eher simpel und typisch Blues:
„Faul sein“ als Lebensgefühl
Kein Stress, keine Verantwortung
Eine gewisse „mir egal“-Haltung gegenüber Problemen
Wichtig:
Der Song lebt nicht vom Text, sondern vom Feeling und Groove.
Entstehungsgeschichte
Aufgenommen 1971 im Grand Hotel in der Montreux
Mit dem berühmten mobilen Studio der The Rolling Stones
Die Sessions fanden statt, nachdem ein Casino-Brand die ursprünglichen Pläne zerstörte (siehe „Smoke on the Water“)
Live-Versionen
„Lazy“ wurde live oft zu einem echten Monster:
Dauer teilweise 10–20 Minuten
Lange Solos von:
Jon Lord (Orgel)
Ritchie Blackmore (Gitarre)
Unterschiedliche Versionen auf Live-Alben wie:
Made in Japan
Live ist der Song oft noch viel bluesiger und improvisierter.
Stil & Einflüsse
Starker Einfluss von:
amerikanischem Blues
Jazz-artiger Improvisation
Kombination aus:
schwerem Hard Rock
virtuosem Musiker-Spiel
Warum der Song so besonders ist
Kaum klassische Songstruktur
Fokus auf Instrumente statt Gesang
Extrem hohe musikalische Qualität
Perfektes Beispiel für die Chemie der Band
Viele Fans sehen „Lazy“ als einen der besten Musiker-Songs von Deep Purple.
Fun Fact
Obwohl Smoke on the Water der bekannteste Track vom Album ist, gilt „Lazy“ unter Musikern oft als der anspruchsvollere und interessantere Song.
Youtube
Bio von Deep Purple
Gründung: 1968 in London
Genre: Hard Rock / Heavy Metal (frühe Phase)
Deep Purple gehören zu den einflussreichsten Rockbands aller Zeiten und werden oft zusammen mit Led Zeppelin und Black Sabbath als „Holy Trinity“ des Hard Rock bezeichnet.
Die Band ist bekannt für:
Virtuose Instrumentalisten
Lauten, energiegeladenen Sound
Klassiker wie Smoke on the Water, Highway Star und Black Night
Die berühmteste Phase (Mark II, 1969–1973)
Das klassische Line-up brachte den Durchbruch:
Ian Gillan
Geboren: 19. August 1945
Ritchie Blackmore
Geboren: 14. April 1945
Jon Lord
Geboren: 9. Juni 1941
Gestorben: 16. Juli 2012
Roger Glover
Geboren: 30. November 1945
Ian Paice
Geboren: 29. Juni 1948
Dieses Line-up nahm legendäre Alben auf wie:
In Rock (1970)
Machine Head (1972)
Frühere Mitglieder (Mark I, 1968–1969)
Rod Evans
Geboren: 19. Januar 1947
Nick Simper
Geboren: 5. November 1945
Weitere wichtige Mitglieder späterer Jahre
David Coverdale
Geboren: 22. September 1951
Glenn Hughes
Geboren: 21. August 1951
Tommy Bolin
Geboren: 1. August 1951
Gestorben: 4. Dezember 1976
Steve Morse
Geboren: 28. Juli 1954
Don Airey
Geboren: 21. Juni 1948
Bandgeschichte kurz erklärt
1968–69: Psychedelic/Progressive Phase
1970–73: Durchbruch mit hartem Rock-Sound
1976: Auflösung
1984: Wiedervereinigung (Mark II)
Heute: Weiter aktiv mit wechselnden Besetzungen
Bedeutung
Enormer Einfluss auf Hard Rock & Metal
Über 100 Millionen verkaufte Tonträger
2016 Aufnahme in die
Rock and Roll Hall of Fame



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