Al Jarreau war ein Ausnahmesänger mit einer unverwechselbaren Stimme und einem Mix aus Jazz, Soul, Pop und Funk. Seine größten Hits stammen aus den späten 1970er bis 1980er Jahren, als er internationale Bekanntheit erreichte
Veröffentlichung & Album-Zugehörigkeit
„Mornin’“ erschien im März 1983 und war die erste Singleauskopplung aus Al Jarreaus sechstem Studioalbum Jarreau
Der Song wurde gemeinsam geschrieben von Al Jarreau, David Foster und Jay Graydon; produziert wurde er von Jay Graydon
Klang & Stil
Der Song beginnt mit einem groovigen Shuffle in D-Dur-Septakkord, getragen von Porcaros charakteristischem Schlagzeugstil – oft gelobt – und Graydons rhythmischer Gitarrenarbeit.
Texlich startet der Song mit verspielten Grußfloskeln wie:
“Mornin’ mister Radio / Mornin’ little Cheerios / Mornin’ sister oriole…”
Diese verleihen dem Song eine charmante, alltagsnahe Leichtigkeit
Der Übergang zur Bridge führt zu einer kraftvollen Steigerung, musikalisch wie emotional, mit der tiefgründigen Zeile:
“Reach out my hand / And touch the face of God.”
– ein spiritueller Höhepunkt des Songs
Lyrische Bedeutung & Wirkung
Der Text vermittelt Freude, Dankbarkeit und ein Gefühl innerer Harmonie – von morgendlicher Leichtigkeit bis zur spirituellen Erfüllung.
Die wiederkehrende Begrüßung verschiedener Elemente („Mister Radio“, „Cheerios“, „Oriole“) symbolisiert eine Verbundenheit mit der Umwelt und dem Alltag – in Kombination mit Dankbarkeit und Liebe
Kritische Würdigung & Kontext
American Songwriter beschreibt ihn als typischen „Yacht-Rock“-Song, geprägt von Jazz-Eleganz und der Zusammenarbeit mit LA-Session-Größen – Foster, Graydon, Porcaro.
Songblog David Das hebt besonders die musikalische Finesse, Struktur und den Groove hervor – etwa Porcaros Schlagzeugspiel und Graydons Gitarrenarrangements.
Über Graydons Einschätzung dieses Textes heißt es etwas spöttisch, er habe die Lyrics als „lame“ bezeichnet – was die sorgenfreie, einfache Tonalität unterstreicht
Zusammenfassung auf einen Blick
| Aspekt | Details |
|---|---|
| Veröffentlichung | März 1983, Single aus dem Album Jarreau |
| Songwriter & Produzent | Al Jarreau, David Foster, Jay Graydon (Produktion: Graydon) |
| Stil & Sound | Soul/Jazz, Shuffle-Groove, animiertes Video |
| Musiker | Jarreau (Vocals), Foster (Keyboards), Porcaro (Drums), Laboriel (Bass), Graydon (Gitarre), Lubbock (Streicher) |
| Thema & Text | Morgendliche Freude, spirituelle Leichtigkeit, Optimismus |
| Charts | US Hot 100 #21, Album #1 Jazz, Platinstatus |
| 2006-Version | Mit George Benson, Jazz-Charts #1, Grammy für Instrumental |
| Bedeutung | Geliebt für Leichtigkeit, musikalische Eleganz, angenehme Stimmun |
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Bio – Al Jarreau
Geburtsname: Alwyn Lopez Jarreau
Geboren: 12. März 1940 in Milwaukee, Wisconsin, USA
Gestorben: 12. Februar 2017 in Los Angeles, Kalifornien, USA
Aufgewachsen in einer musikalischen Familie: Sein Vater war Pastor und Sänger, seine Mutter spielte Klavier. Schon als Kind sang er in der Kirche.
Er studierte Psychologie (Bachelor, Ripon College) und machte später einen Master in Rehabilitationspsychologie (University of Iowa). Vor seiner Musikerkarriere arbeitete er als Sozialarbeiter und Therapeut.
Musikalischer Durchbruch
Erste Gesangserfahrungen sammelte Jarreau in Clubs in Kalifornien in den 1960ern.
Sein Gesangsstil war einzigartig: eine Mischung aus Jazz, Soul, Funk und Pop, mit Scat-Gesang, Beatbox-ähnlichen Effekten und einer außergewöhnlichen Stimmkontrolle.
1975 veröffentlichte er sein erstes Album We Got By, das ihn sofort international bekannt machte und ihm seine erste Goldene Schallplatte in Deutschland einbrachte.
Karriere-Highlights
1970er: Al Jarreau etablierte sich als Jazzsänger, vor allem durch Alben wie Glow (1976) und All Fly Home (1978).
1981: Mit dem Album Breakin’ Away schaffte er den weltweiten Durchbruch. Der Song „We’re in This Love Together“ wurde ein Pop-Hit.
1983: Album Jarreau mit dem beliebten Song „Mornin’“, der bis heute zu seinen bekanntesten Titeln gehört.
1987: Er sang den Titelsong zur TV-Serie Moonlighting (mit Bruce Willis & Cybill Shepherd), was ihm zusätzlich Mainstream-Erfolg brachte.
2006: Veröffentlichung des Duett-Albums Givin’ It Up mit Gitarrist George Benson – eine gefeierte Zusammenarbeit.
Musikstil & Bedeutung
Jarreau war ein „Genre-Grenzgänger“: Er bewegte sich frei zwischen Jazz, R&B, Funk, Pop und Gospel.
Sein Gesang war unverwechselbar: improvisiert, rhythmisch verspielt und voller Lebensfreude.
Er gilt als einer der wenigen Sänger, die in drei verschiedenen Kategorien (Jazz, Pop, R&B) Grammys gewonnen haben.
Auszeichnungen
Insgesamt gewann er 7 Grammys (zwischen 1978 und 2007).
1985 nahm er am legendären Benefizsong „We Are the World“ teil.
Seine Live-Auftritte waren legendär – energiegeladen, humorvoll und voller Improvisationen.
Letzte Jahre und Tod
Bis ins hohe Alter tourte er weltweit, musste jedoch 2017 aufgrund von Erschöpfung seine Abschiedstournee abbrechen.
Am 12. Februar 2017 starb Al Jarreau im Alter von 76 Jahren in Los Angeles – nur zwei Tage nach seiner letzten öffentlichen Erklärung, dass er sich aus der Musik zurückziehe.
Kurzüberblick
| Kategorie | Infos |
|---|---|
| Name | Alwyn Lopez Jarreau |
| Geboren | 12. März 1940, Milwaukee (USA) |
| Gestorben | 12. Feb. 2017, Los Angeles (USA) |
| Instrument | Stimme (Sänger) |
| Stil | Jazz, Pop, R&B, Funk |
| Bekannte Songs | „We’re in This Love Together“, „Mornin’“, „After All“, „Roof Garden“, „Moonlighting Theme“ |
| Grammys | 7 (Jazz, Pop, R&B) |
| Besonderheit | Einzigartiger Vokalstil, Scat, Crossover zwischen Genres |