Allgemeine Informationen
Titel: Knock on Wood
Interpretin: Amii Stewart
Veröffentlichung: Januar 1979
Album: Knock on Wood (Debütalbum)
Label: Ariola / Hansa
Genre: Disco / Funk / Soul
Länge: 6:13 (Albumversion), 4:09 (Singleversion)
Produzent: Barry Leng
Originalversion: Eddie Floyd (1966, Stax Records – Soul/Blues)
Entstehung & Hintergrund
Knock on Wood war ursprünglich ein Soul-Hit von Eddie Floyd aus dem Jahr 1966, geschrieben von Eddie Floyd & Steve Cropper (Gitarrist von Booker T. & The MG’s).
1978 nahm Amii Stewart (eine US-amerikanische Sängerin, Tänzerin und ehemalige Background-Sängerin) den Song neu auf – als Disco-Version.
Die Idee stammte vom britischen Produzenten Barry Leng, der das Stück mit futuristischen Synthesizern, Streicher-Arrangements und einem pulsierenden 4/4-Disco-Beat modernisierte.
Stewart selbst sagte später:
„Ich wollte etwas, das gleichzeitig klassisch und aufregend klingt – Soul mit Glamour.“
Erfolg
Die Single erschien Anfang 1979 und wurde weltweit ein riesiger Hit.
Chartplatzierungen:
#1 in den USA (Billboard Hot 100, April 1979)
#1 in Kanada
#2 in Vereinigtem Königreich (UK)
Top 5 in Deutschland, Frankreich, Schweiz, Österreich, Italien
Der Song erhielt in mehreren Ländern Gold- und Platinauszeichnungen.
💬Das Lied wurde zu einem Signature-Song der Disco-Ära – ikonisch durch Amii Stewarts glitzernde Bühnenoutfits und die energiegeladene Choreografie.
Musikalische Merkmale
Sound: Mächtiger Disco-Beat, treibender Bass, Funk-Gitarre, satte Bläser, elektronische Streicher.
Vokalstil: Kraftvoll, klar, mit theatralischer Soul-Energie.
Tempo: Rund 120 BPM – klassischer Tanztempo-Disco-Groove.
Produktion: Typisch für 1979 – stark orchestriert, mit frühem Einsatz von Synths und Reverb-Effekten.
Musikvideo & Bühnenauftritte
Amii Stewart trat mit dem Song in schillernden, futuristischen Kostümen auf – halb Glamour, halb Sci-Fi (glitzernde Capes, Silber und Neonfarben).
Ihre Auftritte in europäischen Fernsehsendungen wie Musikladen und Top of the Pops machten sie zu einer Disco-Ikone.
Bedeutung des Titels
“Knock on wood” ist ein englisches Sprichwort, das so viel bedeutet wie
„Klopf auf Holz, damit das Glück anhält“ (im Deutschen: „auf Holz klopfen“ als Aberglaube).
Im Song geht es darum, das Glück in der Liebe nicht zu verlieren — man ist so verliebt, dass man „auf Holz klopfen“ muss, damit es so bleibt.
Erbe & Bedeutung
Amii Stewarts Version gilt als eine der besten Disco-Coverversionen aller Zeiten.
1985 nahm sie den Song erneut auf, diesmal als langsameres, funkiges Duett mit Ashford & Simpson – moderner, aber weniger erfolgreich.
1980 erhielt sie eine Grammy-Nominierung für „Best Female R&B Vocal Performance“.
Knock on Wood wurde in zahlreichen Filmen, Serien und Werbespots verwendet, z. B.:
Priscilla, Queen of the Desert (1994)
Full Monty (1997)
54 (1998)
Fazit
„Knock on Wood“ (1979) ist eine der glamourösesten Hymnen der Disco-Ära –
ein kraftvolles Beispiel, wie Soul und elektronische Produktion zu einem weltweiten Pop-Phänomen verschmolzen.
Es bleibt Amii Stewarts Markenzeichen und eines der Stücke, das den Disco-Sound der späten 70er perfekt einfängt.
Youtube
Bio von Amii Stewart
Grunddaten
Wohnsitz: Rom, Italien (seit den 1980er-Jahren)
Vollständiger Name: Amy Paulette Stewart
Geboren: 29. Januar 1956
Geburtsort: Washington, D.C., USA
Nationalität: US-amerikanisch
Frühes Leben
Amii Stewart wuchs in einer musikalischen Familie in Washington D.C. auf. Schon als Kind sang sie im Kirchenchor und nahm Tanzunterricht.
Sie studierte Tanz, Theater und Musik, bevor sie sich auf die Bühne wagte – ihr Hintergrund im Tanz prägte später ihren ausdrucksstarken, choreografierten Stil.
Ihre ersten professionellen Auftritte hatte sie am Broadway, u. a. in der Produktion Bubbling Brown Sugar, einer Revue, die afroamerikanische Musikgeschichte feierte.
Durchbruch mit „Knock on Wood“ (1979)
1978 wurde sie vom britischen Produzenten Barry Leng entdeckt, der sie nach London holte.
Gemeinsam nahmen sie eine Disco-Version des Soul-Klassikers “Knock on Wood” (ursprünglich von Eddie Floyd, 1966) auf.
Der Song erschien im Januar 1979 und wurde ein weltweiter Hit:
#1 in den USA
#1 in Kanada
#2 in UK
Top 5 in Deutschland, Frankreich, Schweiz, Italien
💿Mehr als 8 Millionen verkaufte Exemplare weltweit
Grammy-Nominierung: Best Female R&B Vocal Performance (1980)
Mit dem Song wurde Amii Stewart zur Disco-Ikone – bekannt für ihre glamourösen Bühnenkostüme und futuristischen Choreografien.
Karriere in den 1980ern
Wichtige Songs
| Jahr | Song | Besonderheit |
|---|---|---|
| 1979 | Light My Fire / 137 Disco Heaven | Disco-Medley, ebenfalls international erfolgreich |
| 1980 | Paradise Bird | Erfolgreiches zweites Album |
| 1981 | Friends | #1 in Italien – Amii wird dort zum Superstar |
| 1983 | Working Late Tonight | Funk-Disco mit Italo-Einflüssen |
| 1984 | Why’d You Have to Be So Sexy | Electro-Funk-Stil |
| 1985 | Knock on Wood (’85 Remix) | Neuaufnahme im Duett mit Ashford & Simpson |
In den 1980ern verlegte Amii ihren Lebens- und Arbeitsmittelpunkt nach Italien, wo sie bis heute lebt.
Dort wurde sie auch als TV-Star bekannt und trat häufig in Shows und Galas auf.
Weitere Projekte
Musical & Theater: Stewart spielte in europäischen Produktionen von Jesus Christ Superstar, Lady Day (über Billie Holiday) und Hello Dolly.
Film: Sie sang Songs für Soundtracks und arbeitete gelegentlich als Schauspielerin.
Charity: Sie engagierte sich für AIDS-Hilfsorganisationen und Kinderhilfsprojekte in Italien.
Musikstil
Kombination aus Disco, Soul, Funk und Pop, später auch Jazz- und Gospel-Einflüsse.
Charakteristisch: kraftvolle, theatralische Stimme mit großem Tonumfang, kombiniert mit Bühnenshows, die Tanz und Glamour verbinden.
Ihr Stil prägte viele spätere Künstlerinnen – etwa Grace Jones, Donna Summer (zeitgleich) und Beyoncé (stilistisch inspiriert).
Auszeichnungen & Ehrungen
Gold- und Platinauszeichnungen in über 10 Ländern
Grammy-Nominierung 1980
Sanremo Festival (Italien): Gastauftritte und Ehrungen
Lifetime Achievement Awards auf diversen Disco-Revival-Events
Spätere Jahre
In den 2000er- und 2010er-Jahren blieb Amii Stewart aktiv – mit Jazz- und Soulprojekten, u. a.:
Lady Day (2003) – Hommage an Billie Holiday
Pearls – Amii Stewart Sings Ennio Morricone (1990er, Neuauflage 2012)
The Men I Love (2014) – Tribute-Album an ihre musikalischen Helden
Sie tourt weiterhin regelmäßig, vor allem in Europa (Italien, Deutschland, Frankreich, Schweiz).
Zitat
“Disco was never just about the music — it was about freedom, energy, and color.
It was a celebration of being alive.”
— Amii Stewart
Vermächtnis
Amii Stewart gilt als eine der glamourösesten Stimmen der Disco-Ära.
Ihr Einfluss reicht weit über einen einzigen Hit hinaus – sie verband Soul, Mode, Tanz und Theatralik zu einem einzigartigen Bühnenkonzept, das bis heute inspirierend wirkt.