1971 - 1980 · Bee Gees

Too Much Heaven

"Too Much Heaven" – Bee Gees Veröffentlichung: 24.

Bee Gees: Too Much Heaven

“Too Much Heaven” – Bee Gees

Veröffentlichung: 24. Oktober 1978 (USA), Januar 1979 (UK)

Album: Spirits Having Flown (1979)

Genre: Soul, Soft Rock, R&B

Dauer: 4:55

Songwriter: Barry Gibb, Robin Gibb, Maurice Gibb

Produzenten: Bee Gees, Albhy Galuten, Karl Richardson

Hintergrund & Entstehung

“Too Much Heaven” wurde während der Hochphase der Bee Gees geschrieben, mitten im Erfolg von Saturday Night Fever (1977) und der Disco-Welle. Anders als viele ihrer tanzbaren Hits ist dieser Song eine gefühlvolle Soul-Ballade mit aufwendigen Harmonien und starkem Falsettgesang, typisch für Barry Gibb.

Das Lied wurde für ein Benefizprojekt geschrieben: Die Bee Gees spendeten alle Einnahmen an UNICEF, weshalb die Single auch offiziell beim großen UNICEF-Konzert “A Gift of Song” am 9. Januar 1979 in New York uraufgeführt wurde – gemeinsam mit Künstlern wie ABBA, Rod Stewart und Donna Summer.

Barry Gibb sagte über das Lied:

“It was a conscious effort to write a song that would appeal to everyone.”

Musikalischer Stil

Stil: Sanfte Soul-Ballade mit üppigen Streichern, einem langsamen Groove und Gospel-artigem Chorgesang

Merkmale: Dreistimmiger Harmoniegesang, Falsett (Barry Gibb), emotionale Melodieführung

Text: Die Lyrics drehen sich um die Idee, dass Liebe ein rares Gut ist, das man beschützen muss – “Too much heaven means too much love”, und das sei in der Welt schwer zu bekommen.

Erfolg & Charts

USA: #1 in den Billboard Hot 100 (2 Wochen, Anfang 1979)

UK: #3 in den UK Singles Charts

Weltweit: Top 10 in über 15 Ländern

Besonderheit: Ihr sechster aufeinanderfolgender #1-Hit in den USA – ein Rekord zu jener Zeit.

Bedeutung

Der Song wurde zu einem der größten Welterfolge der Bee Gees außerhalb der Disco-Schiene.

Er bewies, dass die Band auch Balladen mit Tiefe schreiben konnte.

Durch die Spende der Einnahmen wurde er ein Symbol für die humanitäre Seite der Band.

Michael Jackson nannte diesen Song später einen seiner Lieblingssongs.

Medien & Coverversionen

Gecovert von u.a. Diana Ross, N’Sync, Kenny Rogers, Jordin Sparks

Verwendet in zahlreichen TV-Shows, Filmen und Werbungen

Songtext (Ausschnitt)

Nobody gets too much heaven no more
It’s much harder to come by, I’m waiting in line
Nobody gets too much love anymore
*It’s as high

Youtube

Bio Bee Gees

Die Bee Gees zählen zu den erfolgreichsten und einflussreichsten Popgruppen der Musikgeschichte. Die Band bestand hauptsächlich aus den drei Brüdern Barry, Robin und Maurice Gibb, die durch ihre unverwechselbaren Harmoniegesänge und ihre stilistische Wandlungsfähigkeit weltberühmt wurden.

Anfänge & Herkunft

Barry Gibb (*1946), Robin Gibb (*1949–2012) und Maurice Gibb (*1949–2003) wurden auf der Isle of Man geboren und wuchsen in Manchester, England, und später in Brisbane, Australien, auf.

Ihren ersten Erfolg hatten sie in Australien in den frühen 1960er Jahren. 1967 kehrten sie nach Großbritannien zurück und unterschrieben bei Robert Stigwood.

Karrierehöhepunkte

Späte 1960er: Erste internationale Hits wie “To Love Somebody”, “Massachusetts” und “I Started a Joke”.

1970er: Stilwechsel zur Disco – mit dem Saturday Night Fever-Soundtrack (1977) wurden sie Superstars.

Songs wie “Stayin’ Alive”, “Night Fever”, “How Deep Is Your Love”, “Tragedy” wurden zu Disco-Hymnen.

“Saturday Night Fever” wurde zu einem der meistverkauften Soundtracks aller Zeiten.

Insgesamt erreichten sie neun Nummer-eins-Hits in den USA.

Musikstil & Einfluss

Beginnend mit Pop, Rock und Barock-Pop, entwickelten die Bee Gees in den 1970ern ihren typischen Falsett-Gesang (besonders Barry Gibb) und Disco-Sound.

Sie beeinflussten Künstler wie Michael Jackson, Prince, Justin Timberlake und viele mehr.

Erfolge & Auszeichnungen

Über 220 Millionen verkaufte Tonträger weltweit

Induktion in die Rock and Roll Hall of Fame (1997)

Grammy Legend Award, BRIT Awards, Ivor Novello Awards

Zahlreiche Nummer-1-Hits in USA, UK, Australien, Deutschland etc.

Persönliches & Späte Jahre

Maurice Gibb starb 2003, Robin Gibb 2012 – beide an gesundheitlichen Komplikationen.

Barry Gibb ist das letzte lebende Mitglied und arbeitet weiterhin solo.

2020 erschien die Doku “How Can You Mend a Broken Heart”, die die Geschichte der Bee Gees beleuchtet.

Vermächtnis

Die Bee Gees sind nicht nur eine der erfolgreichsten Bands aller Zeiten, sondern stehen auch für Innovation, Wiedererfindung und musikalisches Genie. Ihr Einfluss auf Pop, R&B und Disco ist bis heute spürbar.