1981 - 1990 · Billy Idol

To Be a Lover

Entstehung & Hintergrund Songwriter: William Bell & Booker T. Jones (Stax Records). Original: Der Song hieß ursprünglich „I Forgot to Be Your Lover“ und wurde 1968 von William Bell veröffentlicht – eine Soul-Ballade.

Billy Idol To be al lover

Entstehung & Hintergrund

Songwriter: William Bell & Booker T. Jones (Stax Records).

Original: Der Song hieß ursprünglich „I Forgot to Be Your Lover“ und wurde 1968 von William Bell veröffentlicht – eine Soul-Ballade.

Coverversion: Billy Idol griff den Song 1986 auf, wandelte ihn stark ab und machte daraus einen rockig-funkigen, tanzbaren Hit.

Produziert von Keith Forsey, der auch bei anderen Idol-Klassikern hinter den Reglern stand.

Veröffentlichung

Erschienen 1986 auf dem Album „Whiplash Smile“.

In den USA als zweite Single ausgekoppelt.

Charts:

USA: Platz 6 der Billboard Hot 100

UK: Platz 22

Weitere Top-10-Platzierungen weltweit.

Gehört zu Billy Idols grössten kommerziellen Erfolgen.

Musikvideo

Regie: David Mallet, einer der bekanntesten Musikvideo-Regisseure der 80er (arbeitete auch mit Queen, Bowie, AC/DC).

Das Video zeigt Billy Idol in gewohnt rebellischem Look: Lederjacke, platinblonde Haare, intensive Mimik.

Typische MTV-Ästhetik der 80er: schnelle Schnitte, grelle Farben, sexy Tänzerinnen, Idol als Mittelpunkt.

Video lief in Dauerschleife auf MTV und machte den Song weltweit populär.

Bedeutung

„To Be a Lover“ war für Billy Idol ein Beweis, dass er nicht nur Punk- und Rocknummern draufhatte, sondern auch soulige Pop-Hits erfolgreich interpretieren konnte.

Der Song brachte ihm seine höchste Chartplatzierung in den USA seit „Eyes Without a Face“.

Er gehört bis heute zum Live-Repertoire von Idol.

Fun Facts

Billy Idol witzelte in Interviews, dass er den Song ausgewählt habe, weil er selbst nicht unbedingt als „guter Liebhaber“ bekannt gewesen sei – und der Titel „To Be a Lover“ für ihn deshalb „ironisch und passend“ klang.

Youtube

Bio von Billy Idol

Allgemeines

Geburtsname: William Michael Albert Broad

Geboren: 30. November 1955 in Stanmore, London (England)

Künstlername: „Billy Idol“ – angelehnt an den Ausdruck idle („faul, müßig“), den ein Lehrer über ihn sagte. Idol wählte die abgewandelte Schreibweise „Idol“.

Frühe Jahre

Idol wuchs in London und später in Worthing (West Sussex) auf.

1976 begann er ein Studium (Englisch und Philosophie), brach es aber ab, um sich ganz der Musik zuzuwenden.

Er war begeistert von der Punkbewegung der 1970er, inspiriert durch Bands wie die Sex Pistols.

Karriere

Erste Band: Generation X

Ende 1976 gründete er mit Tony James die Punkband Generation X.

Billy Idol wurde Frontmann – auffällig durch blondierte Haare, rebellischen Look und provokantes Auftreten.

Generation X veröffentlichte drei Alben, darunter „Valley of the Dolls“ (1979).

Die Band löste sich 1981 auf.

Solo-Karriere in den USA

Idol zog nach New York und begann eine Solo-Karriere.

Er arbeitete mit dem Gitarristen Steve Stevens zusammen – eine bis heute zentrale kreative Partnerschaft.

Debütalbum: „Billy Idol“ (1982) mit Hits wie Hot in the City und White Wedding.

Durchbruch: „Rebel Yell“ (1983) – mit Klassikern wie Rebel Yell, Eyes Without a Face und Flesh for Fantasy.

Weitere große Erfolge:

Mony Mony (Cover von Tommy James & the Shondells)

To Be a Lover (1986)

Cradle of Love (1990)

Stil

Mischung aus Punk, Hard Rock und Pop.

Typisches Merkmal: sein „Snarl“ (hochgezogene Lippe), Lederjacken, platinblonde Haare.

Stark geprägt von der MTV-Ära – seine Videos liefen in Dauerschleife.

Skandale & Krisen

Billy Idol war berüchtigt für exzessiven Lebensstil: Alkohol, Drogen, wilde Partys.

1990 hatte er einen schweren Motorradunfall in Los Angeles und entging knapp einer Amputation.

In den 1990ern flaute sein kommerzieller Erfolg ab, er kämpfte mit Drogenproblemen.

Comeback & Spätere Jahre

2005 veröffentlichte er das Album „Devil’s Playground“ – ein gelungenes Comeback.

2014 erschien „Kings & Queens of the Underground“, begleitet von seiner Autobiografie Dancing with Myself.

Bis heute tourt er weltweit, oft mit Steve Stevens an seiner Seite.

Idol hat sich auch als Radio-DJ und Gast in Filmen/Serien (z. B. The Wedding Singer, 1998) einen Namen gemacht.

Privates

Idol war nie verheiratet, hatte aber eine langjährige Beziehung mit Perri Lister (Tänzerin, Sängerin).

Mit ihr hat er einen Sohn (Willem Wolf Broad, geboren 1988).

Mit einer anderen Partnerin bekam er eine Tochter (Bonnie Blue, geboren 1989).

Heute lebt Idol überwiegend in Los Angeles.

Bedeutung

Idol gilt als einer der größten Rock-Ikonen der 1980er-Jahre.

Er hat Punk-Ästhetik mit Pop-Rock und Mainstream erfolgreich verbunden.

Seine Mischung aus Rebellion, Style und eingängigen Songs prägt die Rockszene bis heute.

Billy Idol heute

Neues Album & Musik

Billy Idol veröffentlichte am 25. April 2025 sein neues Studiowerk Dream Into It. Das ist sein erstes Album mit komplett neuer Musik seit über zehn Jahren.

Auf dem Album sind u. a. Gäste wie Avril Lavigne, Joan Jett und Alison Mosshart (The Kills) vertreten.

Die erste Single daraus heißt „Still Dancing“.

Tourneen & Live-Auftritte

2025 macht Billy Idol eine neue Tour: „It’s a Nice Day To… Tour Again!“ AARP+2Connect+2

Die Tour startet in Nordamerika und geht dann weiter nach Europa. AARP+1

In Deutschland sind mehrere Auftritte geplant, z. B. in Northeim, München, Bonn und Wiesbaden. Connect+1

Ein besonderes Highlight: Wembley Arena in London (OVO Arena) am 24. Juni 2025 war sein einziges Headline-Konzert im UK in diesem Jahr.

Persönliches & Perspektive

Idol ist inzwischen 69 Jahre alt, sieht sich aber nicht am Ende seiner musikalischen Laufbahn. Er sagt, er sei „in einem wirklich grossartigen Ort“ – weniger Exzesse, mehr Klarheit, aber der Drang, Musik zu machen, ist noch da.

Er verbringt auch Zeit mit seiner Familie – Enkelkinder sind Teil seines Lebens.

Anerkennung

Er wurde 2025 erstmals für die Aufnahme in die Rock & Roll Hall of Fame nominiert.