Veröffentlichung & Komposition
Titel: More Than a Feeling
Band: Boston (US-amerikanische Rockband)
Album: Boston (Debütalbum, 1976)
Veröffentlichung: September 1976 (Single)
Songwriter: Tom Scholz (Gitarrist, Gründer der Band)
Genre: Arena Rock, Hard Rock, Classic Rock
Entstehungsgeschichte
Tom Scholz, ein ausgebildeter Ingenieur (MIT-Absolvent), schrieb den Song bereits Mitte der 70er in seinem Kellerstudio.
Scholz spielte fast alle Instrumente selbst in den Demo-Aufnahmen ein, bevor die Band Boston gegründet wurde.
Der Song war inspiriert von seinen Jugenderinnerungen: Er beschreibt, wie Musik (konkret ein Song im Radio) ihn in eine andere Zeit zurückversetzt.
Scholz nannte als Inspiration für die Atmosphäre „Walk Away Renée“ von The Left Banke (1966).
Inhalt & Bedeutung
Textlich geht es um Nostalgie, Sehnsucht und die Kraft von Musik.
Die Hauptfigur hört einen Song („More Than a Feeling“), der ihn an eine Frau namens Marianne erinnert – sie ist eine symbolische Figur für verlorene Liebe und vergangene Jugend.
Marianne war tatsächlich der Name von Scholz’ Cousine, die er als Teenager mochte.
Rezeption & Vermächtnis
„More Than a Feeling“ wird oft als Prototyp des 70er-Arena-Rocks bezeichnet.
Beeinflusste viele spätere Bands, darunter Survivor, Journey und Bon Jovi.
Zahlreiche Cover-Versionen, u. a. von Nirvana (Kurt Cobain sagte, dass Smells Like Teen Spirit teilweise von „More Than a Feeling“ inspiriert sei).
Wird häufig in Filmen, Serien und Sportevents eingesetzt (z. B. Scrubs, The Walking Dead, Inside Out).
Fazit
More Than a Feeling“ ist nicht nur Bostons bekanntester Song, sondern auch ein Paradebeispiel dafür, wie Rockmusik der 70er ein ganzes Lebensgefühl transportierte – Melancholie, Energie und Hymnencharakter in einem.
Youtube
Bio – Boston
Name: Boston
Gegründet: 1975, Boston (Massachusetts, USA)
Genre: Classic Rock, Hard Rock, Arena Rock
Bekannt für: hymnische Gitarrenriffs, kristallklarer Sound, perfekte Studio-Produktionen
Markenzeichen: futuristische „Raumschiff“-Cover-Artworks, die fast so legendär wurden wie ihre Musik.
Gründung & frühe Jahre
Hinter Boston stand in erster Linie Tom Scholz, ein Ingenieur und Musiker, der an der MIT studiert hatte und bei Polaroid arbeitete.
Scholz baute sich ein eigenes Kellerstudio, in dem er über Jahre Demos aufnahm und an seinem Sound feilte.
Diese Demos überzeugten schließlich Epic Records, woraufhin Scholz eine Band um sich herum bildete:
Brad Delp (Gesang, †2007)
Barry Goudreau (Gitarre)
Fran Sheehan (Bass)
Sib Hashian (Schlagzeug, †2017)
Durchbruch (1976–1978)
1976 erschien das Debütalbum „Boston“ – es wurde sofort ein Welterfolg.
Enthielt Hits wie:
More Than a Feeling
Peace of Mind
Foreplay/Long Time
Verkaufszahlen: über 25 Millionen Kopien weltweit → eines der erfolgreichsten Debütalben der Rockgeschichte.
Boston wurden bekannt für ihren „Arena Rock“-Sound: eingängige Melodien, mehrstimmige Gitarren und Delps hohe, klare Stimme.
Späte 70er & 80er
1978: zweites Album „Don’t Look Back“ → ebenfalls sehr erfolgreich, mit Songs wie Don’t Look Back und A Man I’ll Never Be.
Danach gab es Spannungen mit dem Label und innerhalb der Band → Scholz zog sich zurück, perfektionierte Technik und Sound.
1986: nach acht Jahren Pause erschien „Third Stage“.
Enthielt den Mega-Hit Amanda (Nr. 1 in den Billboard Hot 100).
Sound war polierter, stärker balladenorientiert.
90er bis heute
1994: „Walk On“ (mit neuen Bandmitgliedern, u. a. Sänger Fran Cosmo).
2002: „Corporate America“ (mäßiger Erfolg).
2013: „Life, Love & Hope“ (letztes Studioalbum bisher).
Tragische Momente:
2007: Brad Delp beging Suizid – ein schwerer Schlag für Fans und die Band.
Später folgten mehrere Umbesetzungen.
Stil & Vermächtnis
Boston kombinierte technische Präzision (durch Scholz’ Ingenieurskunst) mit emotionalem Classic Rock.
Tom Scholz entwickelte auch Rockman-Amps und Gitarrenequipment, das den typischen Boston-Sound prägte.
Bekannte Songs:
More Than a Feeling
Peace of Mind
Don’t Look Back
Amanda
Rock & Roll Band
Boston gilt als eine der prägendsten Classic-Rock-Bands der 70er, obwohl sie vergleichsweise wenige Alben veröffentlicht haben.