Allgemeine Infos
Titel: The Road to Hell (Part 2)
Künstler: Chris Rea
Album: The Road to Hell
Veröffentlichung: Oktober 1989
Label: Magnet Records
Genre: Blues-Rock, Soft Rock, Synth-Rock
Inhalt & BedeutungDer Song ist ein sozialkritischer Kommentar zu:
Kapitalismus & Konsumgesellschaft
Verkehr & Umweltverschmutzung
Entfremdung durch moderne Technologie
Chris Rea schrieb den Song, nachdem er stundenlang im Stau auf der M25 bei London stand – ein zähflüssiger Albtraum aus Autos, Beton und Lichtern. Diese Erfahrung verarbeitete er in einer düsteren Allegorie: Die Straße wird zur „Hölle“.
Songstruktur: Teil 1 & Teil 2
Part 1: Instrumental / düstere Klangfläche mit gesprochenem Text (Intro zum Album)
Part 2: Der eigentliche Song mit Gesang – radiotauglich, eingängig, aber mit bissigem Unterton
“Well I’m standing by a river but the water doesn’t flow
It boils with every poison you can think of…”
Die Lyrics kritisieren die gesellschaftliche Verrohung, die wir im Alltag einfach hinnehmen. Die „Straße zur Hölle“ ist metaphorisch – aber auch real.
Chart-Erfolge
| Land | Platzierung |
|---|---|
| 🇬🇧 UK | #10 |
| 🇩🇪 Deutschland | #5 |
| 🇨🇭 Schweiz | Top 10 |
| 🇳🇱 Niederlande | Top 3 |
| 🌍 Europa | Einer seiner größten Radiohits |
Chart-Erfolge & Auszeichnungen
Es geht um Entfremdung, Routine, Alkohol, Träume und das Scheitern daran
| Land | Höchste Platzierung |
|---|---|
| 🇺🇸 USA | #2 (für 6 Wochen hinter Andy Gibb) |
| 🇬🇧 UK | #3 |
| 🇨🇭 Schweiz | Top 10 |
| 🌍 Weltweit | Millionenfach verkauft |
Album „The Road to Hell“ (1989)
Gilt als Meisterwerk von Chris Rea
Halb konzeptuell: Themen wie Entfremdung, Stress, Ökologie
Kritikerlob für musikalische Tiefe & sozialpolitische Aussagen
Platin in mehreren Ländern
Oft als sein düsterstes und gleichzeitig bestes Album bezeichnet
Kulturelle Bedeutung
The Road to Hell (Part 2)“ gilt als:
Zeitloser Kommentar auf westliche Lebensweise
Vorwegnahme moderner Kritik an Überkonsum & Umweltzerstörung
Signature Track von Rea – neben Driving Home for Christmas
Warum bleibt der Song relevant?
Ein Brückenstück zwischen klassischem Bluesrock und moderner Pop-Produktion
Inhaltlich aktuell wie nie – Klimakrise, Burnout, Massengesellschaft
Musikalisch ein starker Spagat zwischen Zugänglichkeit & Tiefgang
Youtube
Chris Rea – Biografie
Vollständiger Name: Christopher Anton Rea
Geboren:
4. März 1951, in Middlesbrough, England
(Sohn eines italienisch-irischen Eisherstellers)
Musikalischer Stil
Genres: Rock, Blues, Soft Rock, Pop
Typisch für ihn:
Heisere, markante Stimme
Slide-Gitarre
Melancholisch-romantische Texte
Bluesige Balladen mit starker Atmosphäre
Karrierebeginn
Startete relativ spät mit 22 Jahren Gitarre zu spielen
Erste Band: Magdalene → dann Beautiful Losers
Solo-Durchbruch: 1978 mit Fool (If You Think It’s Over) – US-Hit, Grammy-Nominierung
Wichtige Alben
Fool If You Think It’s Over (1978)
Shamrock Diaries (1985)
On the Beach (1986)
Dancing with Strangers (1987)
The Road to Hell (1989) – sein kommerziell erfolgreichstes Album
Auberge (1991)
God’s Great Banana Skin (1992)
Espresso Logic (1993)
The Blue Jukebox (2004)
Santo Spirito Blues (2011)
Er veröffentlichte über 20 Studioalben, viele davon mit Platinstatus.
Bekannte Songs
| Song | Jahr |
|---|
| The Road to Hell (Pt. 2) | 1989 |
| On the Beach | 1986 |
| Josephine | 1985 |
| Fool (If You Think It’s Over) | 1978 |
| Driving Home for Christmas | 1986 (Kult-Weihnachtssong) |
| Auberge | 1991 |
| Let’s Dance | 1987 |
Erfolge & Einfluss
Über 30 Millionen Alben verkauft weltweit
In den 80er/90er Jahren einer der erfolgreichsten britischen Solokünstler
Hoch angesehen für seine musikalische Integrität
Besonders beliebt in 🇩🇪 Deutschland, 🇫🇷 Frankreich und 🇮🇹 Italien
„The Road to Hell“ wurde zu einem Kultklassiker über gesellschaftliche Entfremdung
Gesundheit & Rückzug
2000: Bauchspeicheldrüsenkrebs diagnostiziert
Nach Operationen und Rückschlägen zog er sich vom Mainstream zurück
Wurde danach produktiver denn je – viele konzeptuelle Blues-Projekte
Lebt heute zurückgezogen, malt und macht weiterhin Musik im kleinen Rahmen
Weitere kreative Seiten
Maler und Grafikdesigner
Viele seiner Albumcover und Booklets stammen von ihm selbst
Interessen: italienische Kultur, Film, spirituelle Themen, klassische Bluesmusik
Zitat von Chris Rea
“I’m not in the music business. I’m in the music.”
Das beschreibt seine Haltung perfekt: Authentizität vor Kommerz.