Allgemeine Infos
Veröffentlicht: 1989
Komponist & Produzent: Dave Stewart (bekannt durch Eurythmics)
Saxophon: Candy Dulfer (damals 19 Jahre alt!)
Instrumentalstück – kein Gesang
Genre: Smooth Jazz / Funk / Pop / Soundtrack
Länge: ca. 4:20 Minuten
Album: Soundtrack zum niederländischen Film „De Kassière“ (engl. Lily Was Here)
Hintergrund / Entstehung
Der Song wurde ursprünglich als Filmmusik geschrieben.
Der Film erzählt die Geschichte von Lily, einer jungen Frau, die in die Kriminalität abrutscht.
Die emotionale, verträumte Melodie des Songs spiegelt Lilys Zerrissenheit und Einsamkeit.
Obwohl als Filmmusik gedacht, wurde der Song ein eigenständiger Radio-Hit – ein Zufallserfolg.
Charts & Erfolge
Der Song wurde über eine Million Mal verkauft
Candy Dulfer wurde durch dieses Stück international berühmt
Musikalischer Stil
Melancholisches, aber funky Instrumentalstück
Hauptthema: Saxophonlinie, weich und gleichzeitig voller Spannung
Gitarre: Dave Stewarts cleanes, bluesiges Spiel im Hintergrund
Klangbild: Minimalistisch, atmosphärisch, gefühlvoll
Kombination aus Jazz, Pop & Cinematic Sound
Bedeutung für die Künstler
Dave Stewart:
Zeigte, dass er auch ohne Eurythmics erfolgreich sein kann
Beweist sein Können als Produzent & Filmkomponist
Candy Dulfer:
Wurde durch diesen Song über Nacht berühmt
Startschuss für ihre internationale Karriere als Jazz- und Funk-Saxophonistin
Trivia & Wissenswertes
Das Stück wurde später mehrfach gecovert
Es existieren verschiedene Live-Versionen, u.a. mit Candy Dulfer und ihrem Vater Hans Dulfer
„Lily Was Here“ wird oft als einer der einflussreichsten Saxophon-Pop-Instrumentals der späten 80er genannt
Häufig in Filmen, Serien und Radioprogrammen verwendet – besonders in nostalgischen oder dramatischen Momenten
Fazit
„Lily Was Here“ ist:
Bis heute ein Favorit für Smooth Jazz- und Lounge-Playlists
Ein emotionales, eingängiges Instrumental
Ein Meilenstein für weibliche Musikerinnen im Jazz/Pop
Einer der seltenen Songs, der Filmmusik, Radiohit und Kunst vereint
Youtube
Candy Dulfer – Biografie
Geboren: 19. September 1969
Geburtsort: Amsterdam, Niederlande
Vollständiger Name: Candy Dulfer
Instrument: Altsaxophon
Vater: Hans Dulfer – bekannter Jazzsaxophonist
Begann bereits mit 6 Jahren Saxophon zu spielen
Gründete mit 14 Jahren ihre erste Band: Funky Stuff
Durchbruch
1989: Internationaler Durchbruch mit dem Song
„Lily Was Here“ (mit Dave Stewart, Eurythmics)
Riesenerfolg in Europa & USA, machte sie zur gefragten Künstlerin
Zusammenarbeit mit Stars
Candy Dulfer spielte mit einer beeindruckenden Liste an Künstlern:
| Künstler | Beitrag |
|---|---|
| Prince | Tourte mit ihm, spielte auf Graffiti Bridge, Partyman, „My Summertime Thang“ |
| Van Morrison | Saxophonistin auf mehreren Alben |
| Maceo Parker | Gemeinsame Auftritte – Funk-Legende |
| Pink Floyd | Gast bei Live-Auftritten |
| Dave Stewart | Mit ihm begann ihre internationale Karriere |
| Aretha Franklin, Beyoncé, Blondie, Lionel Richie, Alan Parsons | Aufnahmen & Live-Sessions |
Erfolge & Anerkennung
Zahlreiche Gold- & Platinplatten
Grammy-nominiert
Mehrfach ausgezeichnet in den Billboard Jazz Charts
Gastgeberin einer eigenen Musik-Talkshow im niederländischen Fernsehen
Anerkannt für ihren modernen, weiblichen Jazzstil mit Pop-Appeal
Persönliches
Sie lebt in den Niederlanden
Engagiert sich für Nachwuchsmusiker:innen
Stark involviert in Live-Musik, Festivals, Musikvermittlung
Bleibt ihrer Heimat Amsterdam treu, obwohl sie weltweit tourt
Dave Stewart – Biografie
Vollständiger Name: David Allan Stewart
Geboren: 9. September 1952
Geburtsort: Sunderland, England
Spielte als Kind Gitarre, war stark beeinflusst von Folk, Blues und Rockmusik
Zog in den 1970ern nach London – Zentrum der britischen Musikszene
Musikalischer Durchbruch – Eurythmics
Gründete mit Annie Lennox die Band Eurythmics (1980), nach der Auflösung ihrer vorherigen Band The Tourists
Kombination aus elektronischem Pop, Soul und Rock
Stewart war Gitarrist, Produzent, Komponist und Soundtüftler, Lennox die Stimme & Frontfrau
Solo & Produktionen
Nach dem Ende von Eurythmics (Ende der 80er, Reunions später), entwickelte sich Dave Stewart zu einem weltweit gefragten Produzenten, Komponisten und Musiker
Zusammenarbeit mit:
Mick Jagger (SuperHeavy, 2011)
Tom Petty
Stevie Nicks
Candy Dulfer – Lily Was Here (1989)
Bono & The Edge
Er ist bekannt für seine experimentellen Klangwelten, die oft Pop, Rock und elektronische Musik verbinden.
Film, Kunst & Business
Schrieb Soundtracks für Filme und Serien
Regisseur von Musikdokus
Gründete mehrere Plattenfirmen & kreative Studios
Schrieb Bücher über Kreativität und Musikbusiness
Initiator des „Dave Stewart Entertainment“-Netzwerks
Stil & Markenzeichen
Multitalent: Produzent, Gitarrist, Komponist, Klangvisionär
Soundtüftler: Früh ein Pionier elektronischer Musikproduktion
Visuell stark: Arbeitete oft mit starken visuellen Konzepten und Videos
Markanter Look: Sonnenbrille, Anzug, Gitarre – lässig & elegant zugleich
Persönliches
Mehrfach verheiratet, hat mehrere Kinder
Engagiert sich in kreativen Bildungsprojekten
Lebt teils in London, teils in Los Angeles
Verbindet Kunst, Musik und Technik in vielen Projekten
Auszeichnungen & Ehrungen
Grammy Awards, BRIT Awards, Ivor Novello Awards
Aufnahme in die UK Music Hall of Fame (mit Annie Lennox)
2020: Rock and Roll Hall of Fame (als Eurythmics)
Fazit
Dave Stewart ist:
Einer der vielseitigsten Produzenten & Musiker der 1980er–2000er
Hinter den Kulissen ein Genie, das Stars zum Leuchten bringt
Mit Eurythmics ein Pop-Pionier, als Solokünstler und Produzent ein Kreativkraftwerk