1991 - 2001 · Def Leppard

Let’s Get Rocked

Entstehung & Hintergrund Entstand kurz nach dem Tod von Gitarrist Steve Clark (1991). Die Band wollte das erste Single-Statement vom neuen Album Adrenalize bewusst leicht, verspielt und unbeschwert machen – als Kontrast zu den schwierigen Jahren davor.

Def Leppard: Let’s Get Rocked

Entstehung & Hintergrund

Entstand kurz nach dem Tod von Gitarrist Steve Clark (1991).

Die Band wollte das erste Single-Statement vom neuen Album Adrenalize bewusst leicht, verspielt und unbeschwert machen – als Kontrast zu den schwierigen Jahren davor.

Textlich ist es fast eine Satire auf das Leben eines gelangweilten Teenagers, der keine Lust auf Regeln oder Pflichten hat und lieber Spaß haben will.

Sänger Joe Elliott meinte später, es sei fast eine „Hommage“ an The Simpsons – die Figur im Video (namentlich „Doog“ = ein Anagramm von „Good“) war stark an Bart Simpson angelehnt.

Single & Formaten

Veröffentlicht: 16. März 1992

B-Seiten (je nach Ausgabe): Only After Dark (eine Mick Ronson-Coverversion), Let’s Get Rocked (Extended Version), Women (Live) und weitere Live-Tracks.

Es gab mehrere Versionen: CD-Singles, 7″ Vinyl, 12″ Vinyl und Kassetten, je nach Markt (UK, Europa, USA, Japan).

Chart-Erfolge im Detail

UK: #2 (hinter Right Said Fred – Deeply Dippy)

USA: #15 Billboard Hot 100, außerdem Heavy Rotation bei MTV & Radios.

Kanada: Top 5

Irland: Top 5

Norwegen: Top 5

In vielen anderen Ländern (Deutschland, Schweiz, Australien) ebenfalls hohe Chartsplatzierungen.

Musikvideo

egie: Wayne Isham (bekannt für Metallica, Bon Jovi, Mötley Crüe).

Eines der ersten Musikvideos mit aufwändiger CGI.

Gezeigt wird ein animierter Teenager (Doog), der Eltern, Schule und Pflichten ablehnt – und lieber rockt.

Damals ein echter Hingucker, da Computeranimationen noch nicht Mainstream waren.

Bedeutung & Rezeption

Der Song war für Def Leppard ein starkes Comeback nach den 80ern.

Kritisch bekam er gemischte Bewertungen: Manche fanden ihn zu poppig oder albern, andere lobten den „Spaßfaktor“ und das Video.

Live ist er bis heute fester Bestandteil der Setlists – ein Publikums-Mitmach-Song.

Er öffnete die 90er für Def Leppard, auch wenn die Grunge-Welle kurz darauf die Rocklandschaft veränderte.

Trivia

Joe Elliott sagte einmal, er hätte den Song in 20 Minuten geschrieben.

„Doog“ (die Cartoonfigur) tauchte später auch in anderen visuellen Materialien von Def Leppard auf.

Der Song brachte Def Leppard auch eine MTV Video Music Award Nominierung 1992 in der Kategorie „Best Visual Effects“.

Youtube

Bio – Def Leppard

Gründung & Frühe Jahre (1977–1980)

Ursprung: Sheffield, England.

Gegründet 1977 von Schülern: Rick Savage (Bass), Tony Kenning (Drums), Pete Willis (Gitarre), Joe Elliott (Gesang).

1978 kam Steve Clark (Leadgitarre) dazu.

1979 ersetzte Rick Allen den ersten Drummer → er blieb bis heute fester Bestandteil.

Erste EP The Def Leppard E.P. (1979) brachte ihnen Aufmerksamkeit in der NWOBHM-Szene (New Wave of British Heavy Metal).

Aufstieg & Frühe Erfolge (1980–1983)

On Through the Night (1980): Debütalbum, stieg in UK und USA in die Charts, machte sie international bekannt.

High ‘n’ Dry (1981): Enthielt die Power-Ballade Bringin’ On the Heartbreak, einer der ersten Heavy-Metal-Songs, der auf MTV lief.

Erste große US-Tourneen mit Bands wie AC/DC und Judas Priest.

Weltkarriere mit „Pyromania“ (1983)

Pyromania (1983) mit Hits wie Photograph, Rock of Ages und Foolin’.

Produziert von Robert John „Mutt“ Lange.

Verkauft sich über 10 Millionen Mal allein in den USA → endgültiger Durchbruch.

Def Leppard wurden zu MTV-Stars und prägten den 80er-Hardrock-Sound.e

Schicksalsschläge & „Hysteria“-Ära (1984–1992)

1984 verlor Drummer Rick Allen bei einem Autounfall seinen linken Arm.

Er entwickelte zusammen mit der Band ein spezielles Drumkit, mit dem er weiterhin spielen konnte → eine legendäre Comeback-Geschichte.

Hysteria (1987): Ihr größter Erfolg.

Hits: Pour Some Sugar On Me, Love Bites (US #1), Animal, Armageddon It.

Über 25 Millionen verkaufte Exemplare weltweit.

1991: Gitarrist Steve Clark starb an einer Überdosis Alkohol und Medikamenten.

1992 erschien Adrenalize (mit Let’s Get Rocked) – erstes Album ohne Clark, auf Platz 1 in den USA und UK.

Weiterführung & 90er/2000er

Retro Active (1993): Sammlung von B-Seiten und Raritäten, u. a. die Ballade Two Steps Behind.

Slang (1996): Experimenteller, weniger „glam-metal-lastig“, aber gemischte Rezeption.

Euphoria (1999): Rückkehr zum klassischen Def-Leppard-Sound.

In den 2000ern folgten u. a. X (2002), Songs from the Sparkle Lounge (2008).

Späte Karriere & Heute

Trotz wechselnder Trends blieb die Band eine feste Größe im Rock-Business.

2015: Selbstbetiteltes Album Def Leppard.

2022: Diamond Star Halos, mit Glam-Rock-Elementen und Gastauftritten (u. a. Alison Krauss).

2023: Drastic Symphonies – Kooperation mit dem Royal Philharmonic Orchestra.

Heute touren sie regelmäßig weltweit, oft zusammen mit anderen 80er-Größen (z. B. Mötley Crüe, Poison, Joan Jett).

Mitglieder

Aktuelle Besetzung:

Joe Elliott – Gesang (1977–heute)

Rick Savage – Bass (1977–heute)

Rick Allen – Schlagzeug (1978–heute)

Phil Collen – Gitarre (seit 1982, ersetzte Pete Willis)

Vivian Campbell – Gitarre (seit 1992, ersetzte Steve Clark)

Bedeutung & Vermächtnis

Über 100 Millionen verkaufte Alben weltweit.

Eine der erfolgreichsten Rockbands der 80er.

Stil: Mischung aus Hardrock, Glam Metal, Pop-Metal mit eingängigen Melodien.

Teil der „Big Four“ des 80er-Glam-Metal (neben Bon Jovi, Mötley Crüe, Poison).

Aufnahme in die Rock and Roll Hall of Fame 2019.