Ursprung & Veröffentlichung
„She“ ist ursprünglich ein Lied des französischen Chansonniers Charles Aznavour, veröffentlicht 1974 mit englischem Text von Herbert Kretzmer – ein internationaler ErfolGg
Elvis Costello nahm eine gefühlvolle Coverversion dieser Ballade im Jahr 1999 für den Soundtrack des Films Notting Hill auf. Diese Version erreichte Platz 19 in den britischen Charts – sein erster Top-20-Hit im UK seit 16 Jahren
Musik & Produktion
Aufnahmeort: Abbey Road Studios, London, Anfang 1999
Produktion: Trevor Jones, mit Arrangement von Julian Kershaw, begleitet vom London Symphony Orchestra unter Leitung von Geoffrey Alexander
Länge: Etwa 3:06 Minuten
Musiker: Elvis Costello (Gesang), Clem Clempson (Gitarre), Dave Hartley (Klavier), Frank Ricotti (Vibes), Trevor Barry (Bass), Paul Clarvis (Schlagzeug)
Text & Interpretation
Die Lyrics thematisieren die ambivalente Natur der Liebe – eine Frau, die Schönheit und Schmerz zugleich verkörpert:
„She may be the face I can’t forget / A trace of pleasure or regret… She may be the mirror of my dreams… The meaning of my life is she.“
Gut aufbereitete Zeilen wie „May be the beauty or the beast… May turn each day into a heaven or a hell“ fangen diese bittersüße Spannung ein
Analysen sprechen von einer Ballade, „die die Komplexität von Liebe und Sehnsucht thematisiert und die facettenreiche Natur einer Frau beschreibt, die sowohl Freude als auch Schmerz verkörpert“.
Ein Blogautor beschreibt Costellos Interpretation als selten gelungenes Beispiel, wie ein „unapologetic love song“ durch seine Stimme und die üppige Produktion wunderbar funktioniert – ein Highlight im Film Notting Hill
Einsatz im Film & Popkultur
Das Lied spielt während der Eröffnungs- und Abspannsequenz von Notting Hill (1999) und verleiht dem Filmgefühl eine romantische Tiefe
Im Jahr 2022 wurde Costellos Version erneut populär – als Soundtrack in einem J&B Whiskey Werbespot in Spanien
Auch in sozialen Medien erkennt man seine Bedeutung. In einem Reddit-Beitrag heißt es:
„SHE ELVIS COSTELLO foi a banda sonora do FILME romântico Notting Hill protagonizado por Julia Roberts e Hugh Grant. Inicialmente, SHE foi interpretada por CHARLES AZNAVOUR.“
Youtube
Bio – Elvis Costello
Name
Geboren als Declan Patrick MacManus
Geburtsdatum:
- August 1954
Geburtsort:
Paddington, London, England
Geburtsdatum
28. Oktober 1963
Geburtsort
Rom, Italien (Stadtteil Cinecittà)
Frühes Leben
Sohn des Jazzmusikers Ross MacManus (Trompeter und Sänger) und der Plattenladenverkäuferin Lilian Alda.
Wuchs in London und Liverpool auf.
Lernte früh Gitarre und begann bereits als Teenager, Songs zu schreiben.
Karriereanfang
Erste Bands in den frühen 1970ern (u. a. „Flip City“).
Künstlername „Elvis Costello“ wurde 1976 vom Manager Jake Riviera vorgeschlagen (Kombination aus Elvis Presley + Mädchennamen seiner Mutter).
Debütalbum: My Aim Is True (1977) – mit dem Hit „Alison“.
Schon früh bekannt für seinen scharfen, oft politischen und ironischen Songwriting-Stil.
Durchbruch & Höhepunkte
Ende der 1970er und 1980er einer der prägenden Musiker der New-Wave- und Punk-Ära.
Bekannt für seine Arbeit mit The Attractions und später The Imposters.
Wichtige Songs: Oliver’s Army, Pump It Up, Watching the Detectives, Accidents Will Happen, Veronica.
Zusammenarbeit mit Künstlern wie Paul McCartney, Burt Bacharach, The Roots, Allen Toussaint, Tony Bennett und vielen anderen.
Erfolge & Auszeichnungen
Über 30 Studioalben veröffentlicht.
Mehrere Grammy Awards (u. a. für Best Traditional Pop Vocal Album).
Aufnahme in die Rock and Roll Hall of Fame (2003) mit The Attractions.
2004 vom Rolling Stone als einer der 100 größten Künstler aller Zeiten gelistet.
Privates
Mehrfach verheiratet, seit 2003 mit der kanadischen Jazzmusikerin Diana Krall (Zwillinge, geb. 2006).
Bekannt für seine Vielseitigkeit und Offenheit gegenüber unterschiedlichsten Musikstilen: Rock, Pop, Country, Jazz, Klassik.
Stil & Einfluss
Markante Stimme, oft ironisch-witzige Texte mit gesellschaftskritischem Unterton.
Gilt als Songwriter’s Songwriter, hochgeschätzt wegen sprachlicher Finesse.
Einfluss auf Generationen von Musikern – von Indie-Bands bis Singer-Songwritern.