Allgemeines & Entstehung
Titel: Moviestar (in UK teils als Movie Star veröffentlicht)
Interpret & Songwriter: Harpo (Jan „Harpo“ Svensson), ein schwedischer Popmusiker
Produzent: Bengt Palmers
Aufnahme: aufgenommen am 27. Februar 1975 in den EMI Studios in Stockholm (ehemaliges Kino)
Entstanden ist der Song während Harpo am Fenster seiner Wohnung saß und ihn einem Freund widmete, der sich als angehender Filmschauspieler sah. Die Produktion wurde zunächst abgelehnt – erst durch Unterstützung des schwedischen Fernsehens wurde er aufgenommen und Popularität bekam der Song durch die Dokumentation dieser Studioarbeit
Veröffentlichung & Versionen
Veröffentlichung: 18. Juli 1975 über EMI (außerhalb UK), über DJM Records im Vereinigten Königreich als “Movie Star”
B-Seite:
- In Schweden, Frankreich und UK: Teddy Love
- In anderem Europa: I Don’t Know Why vom Album Leo the Leopard
Chart-Erfolge in Europa
| Land | Höchstplatz | Wochen in Charts | Nr.1‑Wochen |
|---|---|---|---|
| Deutschland | 1 | 31 | 4 |
| Schweiz | 1 | 15 | 5 |
| Österreich | 1 | 12 | ~4 |
| Norwegen | 1 | 31 | 11 |
| Schweden | 1 (auch skandinavische Version) | mehrwöchiger Spitzenreiter | 4 Wochen ab 16. Feb 1976 |
| UK | 24 | 6 | – |
| Australien | 3 | – | – |
| Neuseeland | 9 | – | – |
Es war einer der meistverkauften Europahit der 70er: In Schweden zweitstärkster Hit der Jahre 1975–1995, in Norwegen Top‑30 aller Zeiten. In Deutschland gilt ebenfalls als legendärer Sommerhit
Stilistische & musikalische Merkmale
Genre: eingängiger Pop‑Rock mit Glam- und Schlager‑Elementen
Ungewöhnlich instrumentiert: Triangel im Intro und Chorus, Streicherarrangement und markante Modulationen
Im Refrain erklingen Strings, produziert von Palmers, die den Song entscheidend emotional und eingängig gestalten
Beteiligte Musiker & Studio
Backing Vocals: Anni‑Frid Lyngstad (ABBA) und Lena Ericsson präsentieren den Chorus
Weitere Musiker: u.a. Roger Palm (Schlagzeug), Kjell Öhman & Per‑Erik Hallin (Keyboards), Jan Bandel (Percussion), Lorentz Larsson (Oboe)
Bedeutung & Nachwirkung
Der Song verkaufte mehr als 20 Millionen Male und machte Harpo international bekannt – sein Markenzeichen, mit dem er oft zurückkehrte, besonders nach Deutschland mit starker Fanbasis
In Deutschland entstand eine Hochzeits-Tradition, bei der „Moviestar“ gern gespielt wird – obwohl das Lied eigentlich nicht von Liebe handelt, wie Harpo selbst findet
Harpo änderte legal seinen Namen um „Harpo“ einzuschließen, weil Briefe oft falsch adressiert wurden
Youtube
Bio – Harpo
Geboren: 5. April 1950 in Stockholm (bürgerlich Jan Svensson)
Karriere: Schauspieler in Kindertheater, später Musiker – Entdeckung durch EMI & Zusammenarbeit mit Produzenten Bengt Palmers
Weitere Hits: Motorcycle Mama (DE #9), Horoscope (Nr.1 DK / Platz 3 DE)
Rückzug: 1980 schwerer Unfall mit Pferdebeteiligung, Verlust des Geruchssinns und des Sehvermögens eines Auges
Spätere Jahre: Bis heute gelegentliche Auftritte, besonders in Deutschland, engagiert im Tierschutz und Zucht von Renntieren
Fazit
Moviestar bleibt ein zeitloser Pop‑Klassiker der 70er-Jahre: eingängig, humorvoll und international erfolgreich mit Millionenverkäufen und nostalgischer Bedeutung – besonders in Europa. Harpo selbst ist heute vor allem damit identifiziert – obwohl er viele weitere Songs schrieb – und lebt zurückgezogen auf seinem Hof, tritt aber weiterhin gelegentlich auf.