Erscheinung & Hintergrund
Veröffentlichung: Als zweiteiliger Single im Jahr 1970 bei King Records WikipediaWikipedia.
Die Single-Version (Part 1 & 2) ist relativ kurz – ca. 2:49 und 2:33 Minuten
Chart-Erfolge & Anerkennung
R&B-Charts: Platz 2
Billboard Hot 100: Platz 15
Im Jahr 2004 belegte der Song Platz 326 auf Rolling Stones Liste der „500 Greatest Songs of All Time“, im Update 2021 stieg er sogar auf Rang 196
Grammy Hall of Fame: Aufnahme 2014 für seine kulturelle Bedeutung
Produktion & Stil
Einer der ersten Songs mit seiner neuen Band The J.B.’s
Betonung auf Funk-Grooves statt auf ausgefeilte Bläsersätze – der Fokus liegt auf zwingenden Bass- und Gitarrenriffs von Bootsy und Catfish Collins sowie Schlagzeug von Jabo Starks
Typisches Arrangement: Call-and-Response zwischen Brown und Bobby Byrd (der auch Co-Autor ist)
Der Song beginnt mit einem kurzen, improvisierten Dialog („Fellas, I’m ready to get up and do my thing!“), der live oft nacherzählt wurde
Live-Versionen & Alben
Auf dem Album Sex Machine (1970) ist eine etwa 11-minütige Studio-Version mit Live-Applaus-Dekor vorhanden – tatsächlich aber im Studio aufgenommen mit Overdub
Weitere Neuaufnahme auf dem 1975er Album Sex Machine Today mit funky Disco-Arrangement; lief auch in Charts, aber kommerziell nicht so erfolgreich
Brown spielte das Stück regelmäßig live – Versionen finden sich auf Live-Alben wie Live at the Apollo, Love, Power, Peace – Live at the Olympia, Paris, 1971 u.v.m
Kulturelle Bedeutung & Einfluss
Sex Machine gilt als Schlüsselwerk des Funk – schlicht aufgebaut, aber extrem wirkungsvoll
Der Song markierte einen kreativen Höhepunkt in Browns Karriere, besonders mit der neuen J.B.’s-Besetzung
Seine Impulsgeber-Funktion für späteren Funk, Soul, Disco und sogar Hip-Hop ist unbestritten
Fun Facts & Trivia
Entstehung: Laut Bootsy Collins entstand die Songidee spontan im Tourbus – Brown skizzierte die Riffs auf eine Papiertüte, die Band setzte sie ohne Probe um.
Live-Energie: Wie Rolling Stone beschreibt, war es ein „Twilight Zone“-Moment – die Band schuf praktisch im Flow die Funk-Chemie
Cover & Sampling: Das Stück wurde vielfach interpretiert, gesampelt und in Mashups integriert – etwa in Mashups wie Cheese Machine Sex von Georgio the Chef, bei dem Sex Machine im Hintergrund läuf
Fazit
„Get Up (I Feel Like Being a) Sex Machine“ ist mehr als ein Hit – er ist ein Schlüsselmoment in der Funk-Geschichte und in James Browns Karriere. Mit dem markanten Groove, dem energiegeladenen Call-and-Response und der legendären Band war der Song wegweisend für Funk und darüber hinaus.
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Bio – James Brown
Frühes Leben
Geboren: 3. Mai 1933 in Barnwell, South Carolina, USA
Geburtsname: James Joseph Brown Jr.
Wuchs in ärmlichen Verhältnissen in Augusta, Georgia, auf.
Seine Kindheit war von Armut, häufigen Schulabbrüchen und kleinen Straftaten geprägt.
Als Teenager verbrachte er Zeit in einer Jugendstrafanstalt, wo er begann, Musik zu machen.
Musikalischer Durchbruch
1950er: Einstieg bei der Gospelgruppe The Famous Flames, die bald zu einer Rhythm-&-Blues-Band wurde.
1956: Erster Erfolg mit Please, Please, Please.
Ende der 1950er und in den 1960ern entwickelte er einen einzigartigen, treibenden Rhythmusstil, der später als Funk bekannt wurde.
Höhepunkte der Karriere
Spitzname: „Godfather of Soul“, „Mr. Dynamite“, „Soul Brother No. 1“.
Hits: Papa’s Got a Brand New Bag, I Got You (I Feel Good), It’s a Man’s Man’s Man’s World, Cold Sweat, Get Up (I Feel Like Being a) Sex Machine.
Er revolutionierte die Pop- und Soulmusik durch die Betonung des Rhythmus, synkopierte Basslinien, prägnante Bläserriffs und „Call and Response“-Gesang.
Legendäre Live-Auftritte, etwa Live at the Apollo (1963), gelten als Meilensteine der Konzertgeschichte.
Sozialer Einfluss
Wichtige Stimme in der afroamerikanischen Bürgerrechtsbewegung der 1960er und 70er Jahre.
Songs wie Say It Loud – I’m Black and I’m Proud wurden zu Hymnen für Black Pride und soziale Gerechtigkeit.
Späteres Leben
n den 1980ern und 90ern blieb er musikalisch aktiv, wurde aber immer wieder durch rechtliche Probleme und Drogenmissbrauch in die Schlagzeilen gezogen.
Trotz Skandalen wurde sein Einfluss auf Funk, Soul, R&B, Hip-Hop und Popmusik nie infrage gestellt.
Seine Bühnenenergie und sein markanter Tanzstil (z. B. der „Mashed Potato“ oder „Good Foot“) inspirierten Generationen von Künstlern.
Tod
Gestorben: 25. Dezember 2006 in Atlanta, Georgia, an Herzversagen aufgrund einer Lungenentzündung.
Hinterließ ein riesiges musikalisches Erbe, über 50 Alben und mehr als 100 Singles in den Charts.
Vermächtnis
James Brown wird als einer der einflussreichsten Musiker des 20. Jahrhunderts angesehen.
Er gilt als Wegbereiter für Funk und prägte Hip-Hop stark, da seine Grooves zu den am häufigsten gesampelten Beats der Musikgeschichte gehören.
1986 wurde er in die Rock and Roll Hall of Fame aufgenommen.