Grunddaten
Call Me the Breeze
Geschrieben von: J.J. Cale
Erstveröffentlichung: 1972 auf dem Album Naturally
Bemerkenswert:
Ein Klassiker des Southern Rock / Blues-Rock
Von vielen Künstlern gecovert, z. B. Lynyrd Skynyrd und Eric Clapton
Song‑Hintergrund
„Call Me the Breeze“ ist ein Klassiker des Blues‑/Rock‑Songwritings, geschrieben und ursprünglich aufgenommen von J.J. Cale.
Er erschien 1972 als Eröffnungssong auf Cales Debütalbum Naturally.
Musikalisch basiert der Song auf einem 12‑Takt‑Blues‑Shuffle, mit einem entspannten Groove, der Cales typischen „Tulsa Sound“ repräsentiert – eine Mischung aus Blues, Rock & Roll, Country und Jazz.
Der Titeltext beschreibt eine Figur, die wie der Wind unterwegs ist:
Cales Originalversion
„They call me the breeze, I keep blowin’ down the road…“
…eine Metapher für Freiheit, Unabhängigkeit und das Leben auf der Straße.
J.J. Cale schrieb und nahm den Song selbst auf.
Er nutzt einen Drum‑Computer, was damals ungewöhnlich war und dem Track einen minimalistischen Groove gibt.
Die Originalversion ist kürzer und relaxt im Vergleich zu vielen Coverversionen.
Coverversionen & Einfluss
„Call Me the Breeze“ wurde über die Jahre von vielen bekannten Künstlern gecovert, darunter:
Lynyrd Skynyrd – machte den Song als Rock‑Anthem bekannt (auf Second Helping, 1974).
Johnny Cash (mit John Carter Cash) und John Mayer haben ebenfalls Versionen veröffentlicht.
Diese Cover halfen, Cales Song weit über seine eigene Fangemeinde hinaus populär zu machen.
Eric Clapton & „Call Me the Breeze“
Live & Tribute‑Version
Clapton und Cale spielten „Call Me the Breeze“ gemeinsam auf Eric Claptons Crossroads Guitar Festival 2004 – und diese Version erschien später auf der offiziellen Festival‑DVD.
Claptons Studio‑Version (2014)
Eric Clapton nahm den Song erneut auf für sein Tribute‑Album The Breeze: An Appreciation of J.J. Cale, das am 29. Juli 2014 erschien.
Diese Version trägt den Titel „They Call Me the Breeze“ und beginnt bewusst mit dem charakteristischen Drum‑Machine‑Sound der Originalaufnahme als Hommage an Cale.
Musikvideo
Zu Claptons Version wurde ein offizielles Musikvideo produziert.
Es kombiniert Originalaufnahmen und Fotos von Cale und Clapton und zeigt Clapton auf einer symbolischen Reise, um Cale zu besuchen – eine herzliche Würdigung ihres musikalischen und persönlichen Bandes.
Bedeutung & Vermächtnis
„Call Me the Breeze“ zählt zu J.J. Cales bekanntesten Songs und ist ein hervorragendes Beispiel für seinen Einfluss auf die Rock‑ und Blueswelt.
Eric Clapton bezeichnete Cale oft als einen seiner größten musikalischen Einflüsse – Songs wie After Midnight, Cocaine und Call Me the Breeze machte Clapton durch seine eigenen Versionen einem riesigen Publikum bekannt.
Durch Claptons Tribute‑Album und die vielen Coverversionen lebt Cales Musik bis heute weiter – und der Song gilt als Klassiker der modernen Americana und Blues‑Rock‑Tradition
Youtube
Bio von J.J. Cale
J.J. Cale (John Weldon Cale)
Geboren: 5. Dezember 1938, Oklahoma City, Oklahoma, USA
Gestorben: 26. Juli 2013, La Jolla, Kalifornien, USA
Karriere
Amerikanischer Singer-Songwriter, Gitarrist und Produzent
Stil: Tulsa Sound – Mischung aus Blues, Rock, Country und Jazz, geprägt von entspannten Rhythmen und minimalistischer Instrumentierung
Bekannt für seinen laid-back, bluesigen Stil
Wichtige Songs
After Midnight (berühmt durch Eric Clapton)
Cocaine (berühmt durch Eric Clapton)
Call Me the Breeze
Travelin’ Light
Einfluss
Eric Clapton, Lynyrd Skynyrd, Johnny Cash und viele andere Künstler coverten seine Songs
Cale blieb selbst eher introvertiert, zog sich vom Rampenlicht zurück, war aber extrem einflussreich auf die Rock- und Bluesmusik
Besonderheiten
Zusammenarbeit mit Eric Clapton (The Road to Escondido, 2006) brachte ihn einem breiteren Publikum näher
Arbeitete oft im Studio, nicht live – das trug zu seinem entspannten Sound bei
Mitbegründer des Tulsa Sound, der Southern Rock, Blues und Jazz mischt
Bio von Eric Clapton
Geboren: 30. März 1945, Ripley, Surrey, England
Beruf: Gitarrist, Sänger, Songwriter
Spitzname: „Slowhand“
Karriere
Britischer Rock- und Blues-Gitarrist, einer der einflussreichsten Gitarristen der Rockgeschichte
Mitglied mehrerer legendärer Bands:
The Yardbirds (1963–1965)
John Mayall & the Bluesbreakers (1965–1966)
Cream (1966–1968)
Blind Faith (1969)
Solokarriere begann Ende der 1960er, mit Hits wie Layla, Wonderful Tonight und Tears in Heaven
Einfluss & Stil
Mischung aus Blues, Rock, Reggae und Pop
Bekannt für seinen emotionalen Gitarrenstil und virtuoses Gitarrenspiel
Starker Einfluss von B.B. King, Robert Johnson und J.J. Cale
Erfolge
Mehrfach Grammy-Gewinner, Rock and Roll Hall of Fame dreifach aufgenommen: solo, mit Cream und Yardbirds
Zusammenarbeit mit vielen Größen: J.J. Cale, George Harrison, Bob Dylan, Stevie Wonder
Besonderheiten
Bekannt für emotionale Live-Performances und legendäre Gitarrensoli
Clapton machte Songs von J.J. Cale weltberühmt (After Midnight, Cocaine, Call Me the Breeze)