Allgemeine Infos
Titel: Kashmir
Band: Led Zeppelin
Album: Physical Graffiti (1975)
Länge: ca. 8:30 Minuten
Autoren: Jimmy Page (Gitarre), Robert Plant (Gesang), John Bonham (Schlagzeug)
Entstehung
Die Grundidee entstand 1973 während Sessions in Headley Grange, einem Landhaus in England, in dem Led Zeppelin häufig aufnahmen.
Jimmy Page entwickelte ein hypnotisches Gitarrenriff in DADGAD-Stimmung (eine modale, „orientalisch“ klingende offene Stimmung).
John Bonham ergänzte ein untypisches 4/4-Schlagzeugpattern, das gegen die 3/4-artige Phrasierung des Riffs läuft – dadurch entsteht der charakteristische „schwebende“ Groove.
Robert Plant schrieb den Text, inspiriert von einer Autofahrt durch die marokkanische Wüste. Obwohl der Song „Kashmir“ heißt, bezieht er sich nicht auf das Kaschmir-Tal in Indien, sondern nutzt den Namen als Symbol für eine mythische, ferne Landschaft.
Text & Bedeutung
Plant beschreibt eine spirituelle Reise durch weite, karge Landschaften – ein Sinnbild für eine Reise ins Innere, fast schon mystisch.
Themen: Sehnsucht, Transzendenz, das Gefühl, von Musik oder Natur in andere Bewusstseinszustände getragen zu werden.
Plant selbst sagte, es sei „der ultimative Led Zeppelin-Song“, weil er alle Stärken der Band vereine: Härte, Mystik, und Experimentierfreude.
Bedeutung & Rezeption
Gilt als einer der größten Rocksongs aller Zeiten.
Häufig als Signature-Song von Led Zeppelin bezeichnet, neben „Stairway to Heaven“.
Wird oft in Konzerten als Höhepunkt gespielt. In der Reunion-Show Celebration Day (2007, O2 Arena London) war „Kashmir“ das große Finale.
Der Song hat zahlreiche Musiker beeinflusst, u. a. Soundgarden, Tool, Metallica und andere Heavy-Rock- und Prog-Bands.
Er zeigt besonders gut, wie Led Zeppelin Rock mit orientalischen, indischen und nordafrikanischen Klängen verbanden.
Trivia
Robert Plant sagte einmal: „‘Kashmir‘ ist der definitive Led Zeppelin-Song.“
Jimmy Page hält das Riff für eines seiner größten Werke.
Viele halten den Song für eine musikalische Darstellung einer Wüsten-Karawane.
Puff Daddy nutzte 1998 Teile davon für „Come With Me“ (Soundtrack zu Godzilla), mit Jimmy Page an der Gitarre.
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Bio von The Hollies
Gründung & Frühe Jahre (1962–1965)
Ort: Manchester, England
Gründer:
- Allan Clarke (Leadgesang)
- Graham Nash (Rhythmusgitarre, Gesang)
Die beiden waren Jugendfreunde und hatten bereits in Schülerbands zusammengespielt.
Sie nannten ihre Band The Hollies, vermutlich als Hommage an Buddy Holly, dessen Musik sie stark beeinflusste.
Frühe Besetzung (1963)
Allan Clarke – Leadgesang
Graham Nash – Rhythmusgitarre, Gesang
Tony Hicks – Leadgitarre, Gesang (kam 1963 dazu)
Eric Haydock – Bass (1962–66)
Bobby Elliott – Schlagzeug (ab 1963, bis heute aktiv)
Mit dieser Formation entwickelten die Hollies ihren typischen mehrstimmigen Harmoniegesang, der sie neben den Beatles, den Searchers und den Dave Clark Five zu einer der wichtigsten britischen Beat-Bands machte.
Erste Erfolge (1963–1966)
1963: Vertrag mit EMI/Parlophone
Frühe Hits: “Just One Look” (1964), “I’m Alive” (1965, Nr.1 in UK), “Bus Stop” (1966, internationaler Durchbruch).
Wandel & Ausstieg von Graham Nash (1967–1968)
Die Band experimentierte mit psychedelischen Sounds (“King Midas in Reverse”), was nicht immer auf große Resonanz stieß.
1968 verließ Graham Nash die Band, um mit David Crosby und Stephen Stills Crosby, Stills & Nash zu gründen..
Die Clarke/Hicks/Elliott-Ära (1969–1978)
Neue Mitglieder:
Terry Sylvester (kam 1969 als Ersatz für Nash)
Große Balladenhits:
“He Ain’t Heavy, He’s My Brother” (1969, mit Elton John am Klavier)
“Long Cool Woman in a Black Dress” (1972, Hit in den USA)
“The Air That I Breathe” (1974, Welthit).
Spätere Jahre & Besetzungswechsel (1980er–2000er)
Clarke blieb bis 1999 Frontmann, danach übernahm Carl Wayne (Ex-The Move) zeitweise den Gesang.
Nach dessen Tod 2004 wurde Peter Howarth Leadsänger.
Hicks und Elliott blieben über Jahrzehnte das Rückgrat der Band.
Ehrungen & Vermächtnis
Über 30 Hitsingles in den UK-Charts, viele internationale Top-10-Erfolge.
2010 Aufnahme in die Rock and Roll Hall of Fame.
Die Hollies gehören zu den wenigen Bands der 60er, die nie offiziell aufgelöst wurden und bis heute auftreten.
Wichtige Mitglieder im Überblick
Allan Clarke – Leadgesang (1962–1999, kurze Rückkehr 2011, 2023 Comeback als Solokünstler)
Graham Nash – Rhythmusgitarre, Gesang (1962–1968, Gastauftritte später)
Tony Hicks – Leadgitarre, Gesang (1963–heute)
Bobby Elliott – Schlagzeug (1963–heute)
Eric Haydock – Bass (1962–1966)
Bernie Calvert – Bass (1966–1981)
Terry Sylvester – Gesang, Gitarre (1969–1981)
Spätere Leadsänger: Carl Wayne (2000–2004), Peter Howarth (seit 2004).
Wer lebt noch bzw. wer ist noch aktiv?
Tony Hicks (Anthony Christopher Hicks, geboren am 16. Dezember 1945) — lebt noch, ist noch Mitglied der Hollies und spielt Leadgitarre & Backgroundgesang.
Bobby Elliott (Robert Hartley Elliott, geboren am 8. Dezember 1941) — lebt auch noch, ist Schlagzeuger bei den Hollies seit den frühen Tagen und auch heute noch dabei.
Allan Clarke (Harold Allan Clarke, geboren am 5. April 1942) — lebt ebenfalls, war Gründungsmitglied und Leadstimme; hat sich aber schon seit einiger Zeit aus dem touring Betrieb teilweise zurückgezogen.