Allgemeine Informationen
Titel: Children’s World
Komponist und Produzent: Maceo Parker
Genre: Soul-Jazz / Jazz-Funk, mit gefühlvollem Groove und introspektiver Stimmung
Veröffentlichungen
Erschien erstmals 1990 auf dem Album „Roots Revisited“, veröffentlicht vom Label Minor Music
Später auch live dokumentiert auf „Life on Planet Groove“ (1992), aufgenommen im Kölner Stadtgarten im März 1992
Songlänge & Tempo
Studio-Version: ca. 10:49 Minuten auf Roots Revisited
Live-Version: etwa 6:21 Minuten auf Life on Planet Groove
Tempo rund 143 BPM, spielt in Tonart E♭m sowie verwandten Moll-Akkorden
Stil & Arrangement
Stilistisch eher eine ruhige, emotionale Soul-Jazz-Ballade, abweichend vom typischen Funksound Parker’s
Arrangement-Highlights:
Don Pullen am Hammond-Orgel sorgt für eine düstere, fast meditative Atmosphäre
Rodney Jones zarte Gitarrenakkorde unterstützen die Stimmung
Maceo Parker setzt sein Saxophon sehr gezielt ein—ausdrucksstark und niemals übertrieben
In der Live-Version ergänzt Kym Mazelle vokal, und Candy Dulfer sowie Fred Wesley spielen mit Horn-Parts
Kritische Beurteilung & Bedeutung
Laut Sputnikmusic gilt Children’s World als einer der emotionale Höhepunkte auf Roots Revisited, wo Parker sein Gefühl am besten ausdrücke und sein Saxophonspiel besonders wirkt
Der Song stellt eine ruhige, soul-lastige Ausnahme im ansonsten funk-orientierten Repertoire Peter’s dar und zeigt seine Vielseitigkeit als Künstler
Band & Mitmusiker
Roots Revisited (Studio, 1990)
Maceo Parker – Saxophon, Piano, Orgel
Fred Wesley – Posaune
Pee Wee Ellis – Tenor-Saxophon
Don Pullen – Hammond-Orgel
Rodney Jones – Gitarre
Bill Stewart – Schlagzeug
Bootsy Collins – Bass/Gitarre (im Album, nicht unbedingt bei diesem Track)
Life on Planet Groove (Live, 1992)
Kenwood Dennard (Schlagzeug) u.a.
Dazu kommen:
Candy Dulfer (Alt-Saxophon),
Kym Mazelle (Gesang),
Larry Goldings (Orgel),
Rodney Jones (Gitarre),
Youtube
Bio – Maceo Parker
Voller Name:
Maceo Parker
Geboren
14. Februar 1943 in Kinston, North Carolina, USA
Instrument
Alt- und Tenorsaxophon, gelegentlich auch Flöte und Gesang
Frühes Leben & musikalischer Start
Wuchs in einer musikalischen Familie auf:
- Seine Mutter spielte Klavier, der Vater war Sänger, sein Onkel spielte im Jazz-Orchester.
Schon früh beeinflusst von Jazz, R&B und Gospel
Studierte Musik an der North Carolina A&T State University
Karrierebeginn mit James Brown
1964: Wird von James Brown engagiert – gemeinsam mit seinem Bruder Melvin Parker (Schlagzeug)
Spielt eine Schlüsselrolle in der legendären J.B.’s Horn Section
War entscheidend an der Entstehung des Funk-Sounds beteiligt
Berühmte James-Brown-Songs mit Maceo:
„Papa’s Got a Brand New Bag“
„Cold Sweat“
„I Got You (I Feel Good)“
„Sex Machine“
„Give It Up or Turnit a Loose“
Zusammenarbeit mit anderen Funk-Legenden
Nach Konflikten mit James Brown verließ er zeitweise die Band – kehrte jedoch mehrfach zurück.
Spätere Projekte
Parliament-Funkadelic (mit George Clinton)
Bootsy’s Rubber Band (mit Bootsy Collins)
Zusammenarbeit mit Prince, Ray Charles, Keith Richards, Red Hot Chili Peppers u. v. a.
Solokarriere
Startete ab 1989 erfolgreich als Solokünstler
Stil: Mischung aus Funk, Soul, Jazz und R&B
Markenzeichen: Funkige Grooves, Jazz-Improvisationen und Publikumseinbindung („We love you!“)
Wichtige Alben:
Roots Revisited (1990)
Mo’ Roots (1991)
Life on Planet Groove (1992, Livealbum)
Dial: M-A-C-E-O (2000)
Soul Classics (2012)
Stil & Einfluss
Energiegeladen, rhythmisch präzise, humorvoll
Kombiniert technische Virtuosität mit Publikumsnähe
Stark beeinflusst von Ray Charles, Cannonball Adderley, aber auch James Brown
Ehrungen & Vermächtnis
Gilt als Funk-Ikone und einer der einflussreichsten Saxophonisten des 20. Jahrhunderts
Ehrenmitglied an vielen Hochschulen und Musikinstitutionen
Einflussreich für viele Funk-, Jazz- und Hip-Hop-Künstler
Tourt bis heute regelmäßig, auch in Europa