1991 - 2001 · Marcus Miller

Power

Grundlegendes & Veröffentlichung Titel: Power Künstler: Marcus Miller Album: The Sun Don’t Lie Veröffentlicht: 1993 Aufgenommen: ca. 1992–1993, im Zuge seiner Rückkehr zu Solo-Arbeiten nach der Miles-Davis-Ära (1980er) Label: PRA Records / Warner Bros.

Marcus Miller: Power

Grundlegendes & Veröffentlichung

Titel: Power

Künstler: Marcus Miller

Album: The Sun Don’t Lie

Veröffentlicht: 1993

Aufgenommen: ca. 1992–1993, im Zuge seiner Rückkehr zu Solo-Arbeiten nach der Miles-Davis-Ära (1980er)

Label: PRA Records / Warner Bros.

Länge: ca. 6:00 Minuten

Stil: Jazz-Funk / Fusion mit starken Rock- und Funk-Elementen

Bass: Fender Jazz Bass – Slap-Stil, Double-Thumb-Technik

Musikalischer Charakter

Groove-orientiert, mit einem druckvollen Bassriff, das als Markenzeichen von Miller gilt.

Verbindet späten 80er-Funk mit modernen Jazzrock-Elementen.

Der Sound ist typischer Marcus-Miller-Stil: sauber produziert, funky, tight, mit Bläser- und Synth-Elementen.

Der Song diente oft als Opener seiner Live-Shows in den 1990ern – u.a. Montreux Jazz Festival 1997.

Besetzung (auf „The Sun Don’t Lie“)

Marcus Miller – Bass, Synths, Keyboards, Produktion

Poogie Bell – Drums

Dean Brown – Gitarre

Kenny Garrett – Saxophon

Ralph MacDonald – Percussion

David Sanborn – Alt-Sax (Gast)

Miles Davis – posthum gewidmet

Hintergrund

The Sun Don’t Lie war Millers erstes großes Soloalbum nach Miles Davis’ Tod (1991).

Der Titel „Power“ spiegelt diese Zeit wider: Marcus Miller hatte in den 1980ern viele Produktionen für Miles gemacht (Tutu, Amandla) – und hier zeigt er, dass er auch ohne Miles als Leader bestehen kann.

Das Stück ist ein Statement: „Der Bass hat Power“ – Groove, Technik und Emotion in einem.

Vergleiche & Live-Versionen

Montreux Jazz Festival 1997: Eine legendäre Live-Performance (auf YouTube zu finden), mit ausgedehnten Soli und einem massiven Funk-Groove.

Lugano Jazz Festival 2008: Später neu interpretiert, etwas härter im Ton, aber gleiches Grundriff

Fazit

„Power“ auf The Sun Don’t Lie (1993) ist eines der zentralen Funk-Fusion-Stücke der späten 80er/frühen 90er Jazzszene.

Es ist nicht identisch mit dem späteren „Power“ vom Album M² (2001), obwohl beide von Marcus Miller stammen.

Für viele Bassisten gilt „Power“ (1993) als Meilenstein moderner Slap-Technik.

Youtube

Bio von Marcus Miller

Früheres Leben

Geboren: 14. Juni 1959

Geburtsort: Brooklyn, New York, USA

Familie: Sohn von fliessend musikalischen Eltern; sein Vater, Bishop Miller, war Gospelmusiker.

Musikalischer Start: Spielte zunächst Klarinette, später Saxophon, bevor er sich auf den Bass spezialisierte.

Schon als Teenager spielte er professionell in lokalen Bands, u. a. in der Jazz- und Funkszene von New York.

Karrierebeginn

1970er: Frühe Studioarbeiten und Auftritte in New York; spielte mit Jazzgrößen wie Luther Vandross und David Sanborn.

Entwickelte in dieser Zeit seinen charakteristischen Funk-Jazz-Bassstil mit Slap-Technik und groovenden Riffs.

Zusammenarbeit mit Miles Davis

1980er: Wurde Produzent, Bassist und Co-Autor zahlreicher Miles-Davis-Alben:

Tutu (1986) – bahnbrechend für Jazz-Funk

Amandla (1989)

Miller prägte das elektrische, funky Soundbild von Miles Davis in den 80ern entscheidend mit.

Seine Zusammenarbeit mit Davis gilt als ikonisch für modernen Fusion-Jazz.

Solo-Karriere

Erstes Soloalbum: Marcus Miller (1984)

Weitere wichtige Soloalben:

The Sun Don’t Lie (1993) – Funk-Fusion-Meilenstein

M² / M2 (2001)

Renaissance (2012)

Soloarbeiten zeigen Miller als Bandleader, Produzent und Multiinstrumentalisten.

Stil & Einfluss

Instrument: Vor allem Fender Jazz Bass, oft Slap- und Pop-Techniken.

Genres: Jazz, Funk, Jazzrock, Fusion, R&B

Sound: Virtuos, groovig, melodisch, rhythmisch innovativ

Inspirierte unzählige Bassisten weltweit – oft als „Master of Modern Bass“ bezeichnet.

Er verbindet Jazz-Improvisation mit Funkgroove und populären Songstrukturen.

Kollaborationen

Spielte und produzierte für:

David Sanborn

Herbie Hancock

Aretha Franklin

Eric Clapton

B.B. King

Stevie Wonder

Mitglied des Jazz- und Fusion-Kreises der 80er/90er und Produzent vieler R&B- und Pop-Alben.

Awards & Ehrungen

Grammy Awards: Mehrfach ausgezeichnet (u. a. für Best Contemporary Jazz Album)

Gilt als einer der Top-5 Bassisten aller Zeiten in modernen Rankings.

Viele Magazine und Bass-Communities loben ihn als visionären Innovator des elektrischen Basses.

Persönliches

Engagiert in Jazzförderung, Workshops und Musikprojekten weltweit

Verheiratet, Familie in New York

Aktiv als Lehrer, Mentor und Komponist