1971 - 1980 · Marvin Gaye

What's Going On

Grundlegende Infos Titel: What’s Going On Künstler: Marvin Gaye Album: What’s Going On (1971) Veröffentlichung: 21. Mai 1971 Genre: Soul, Funk, R&B Länge: ca.

whatsgoing on

Grundlegende Infos

Titel: What’s Going On

Künstler: Marvin Gaye

Album: What’s Going On (1971)

Veröffentlichung: 21. Mai 1971

Genre: Soul, Funk, R&B

Länge: ca. 3:53

Hintergrund & Entstehung

Der Song entstand aus dem Wunsch von Marvin Gaye, soziale und politische Themen zu adressieren, speziell Krieg, Armut und Umweltprobleme.

Inspiriert wurde er durch Briefe von Vietnamkriegsveteranen, darunter Renaldo “Obie” Benson von The Four Tops, der die Idee zu einem Song über Frieden und Mitgefühl einbrachte.

Marvin kämpfte zunächst mit dem Label Motown, weil man befürchtete, dass ein politischer Song die Plattenverkäufe gefährdet.

Musik & Produktion

Produzent: Marvin Gaye selbst

Arrangements: Sehr innovativ für die Zeit – sanfte Streicher, Jazz-artige Bläser, funky Basslinien und eine verschachtelte Gesangsstruktur.

Sound: Mischung aus Soul und Funk, dabei smooth, meditativ und gleichzeitig tief emotional.

Innovativ: Der Song bricht mit dem üblichen Motown-Pop-Format, setzt auf lange, fließende Übergänge zwischen den Vocals und eine ruhige, nachdenkliche Stimmung.

Text & Botschaft

Fragend und empathisch: „What’s going on?“

Thematisiert:

Krieg und Gewalt

Umweltzerstörung

Ungerechtigkeit und soziale Probleme

Aufruf zur Liebe, zum Verständnis und zu sozialem Bewusstsein.

Kulturelle Wirkung

Wurde zu einem Anti-Kriegs-Hymne und einem Symbol für die Bürgerrechtsbewegung.

Charts: #2 in den Billboard Hot 100, #1 in den R&B-Charts

Legacy:

Gehört zu den 100 besten Songs aller Zeiten laut Rolling Stone

Inspiration für unzählige Künstler, von Stevie Wonder bis D’Angelo

Das Album What’s Going On wird oft als Meisterwerk des Soul angesehen und revolutionierte die Art, wie Motown politische Inhalte verpackte.

Fun Facts

Viele Coverversionen existieren, u.a. von Cyndi Lauper, JoJo und Public Enemy.

Marvin Gaye wollte ursprünglich gar nicht singen, sondern den Song nur produzieren – er sang erst, als er die Dringlichkeit der Botschaft erkannte.

Das Intro mit dem sanften Saxophon ist eines der ikonischsten der Musikgeschichte.

Youtube

Bio von Marvin Gaye

Frühes Leben

Geboren: 2. April 1939 in Washington, D.C., USA

Vollständiger Name: Marvin Pentz Gaye Jr.

Wuchs in einer streng religiösen Familie auf; sein Vater war Prediger.

Begann früh, Musik zu machen, zunächst im Kirchenchor.

Überwand familiäre Spannungen und persönliche Herausforderungen, um seine Musikkarriere zu starten.

Karriere

1961: Startete bei Motown Records, zunächst als Schlagzeuger und Backgroundsänger.

Frühe Hits: „Stubborn Kind of Fellow“ und „Hitch Hike“.

1960er: Wurde bekannt durch Duette mit Tammi Terrell („Ain’t No Mountain High Enough“) – einer der romantischsten Soul-Duos der Ära.

1971: Revolutionierte den Soul mit „What’s Going On“, einem sozialkritischen Album über Krieg, Armut und Umwelt.

Weitere Klassiker: „Let’s Get It On“ (1973), „I Heard It Through the Grapevine“ (1968), „Sexual Healing“ (1982).

Marvin Gaye gilt als „Prince of Motown“ und als einer der einflussreichsten Soul- und Funk-Sänger aller Zeiten.

Musikalischer Stil

Mischung aus Soul, Funk, R&B und gelegentlich Jazz.

Bekannt für emotionalen Gesang, sanfte Falsettstimme und tiefe, soulige Ausdruckskraft.

Oft sozialkritische Texte, die persönliche und politische Themen verbinden.

Privates Leben

Hatte mehrere Ehen und Kinder; sein Leben war von persönlichen Tragödien und Drogenproblemen geprägt.

War stark von familiären Konflikten und den Anforderungen der Musikindustrie belastet.

Tod

Gestorben: 1. April 1984 in Los Angeles, Kalifornien, USA

Ursache: Er wurde von seinem Vater erschossen – ein tragisches Ende für einen der größten Soul-Künstler.

Vermächtnis

Einer der wichtigsten Künstler der Motown-Ära.

Beeinflusste Generationen von Musikern im Soul, Funk, R&B und Pop.

Hits wie „What’s Going On“ und „Sexual Healing“ sind unsterbliche Klassiker.

Posthum erhielt er zahlreiche Ehrungen, u.a. Aufnahme in die Rock and Roll Hall of Fame (1987).