1981 - 1990 · Poison

Every Rose Has Its Thorn

Kurzdaten Veröffentlichung: 12. November 1988 Album: Open Up and Say… Ahh!C.

Poison: Every Rose Has Its Thorn

Kurzdaten

Veröffentlichung: 12. November 1988

Album: Open Up and Say… Ahh!

Songwriter: Bret Michaels, C.C. DeVille, Bobby Dall, Rikki Rockett

Produzent: Tom Werman

Genre: Glam Metal / Power Ballad

Länge: 4:20

Hintergrund

“Every Rose Has Its Thorn” ist eine emotionale Rockballade, geschrieben von Bret Michaels, nachdem er während einer Tour in einem Waschsalon erfuhr, dass seine damalige Freundin ihn betrog.

🎙️ „Ich saß alleine im Waschsalon mit meiner Akustikgitarre – und der Song kam einfach raus.“ – Bret Michaels

Der Titel symbolisiert, dass jede schöne Sache (Rose) auch ihre schmerzhaften Seiten (Dorn) hat – also Liebe und Verlust zugleich.

Musikalischer Stil

Akustikgitarren-Intro mit klassischem 80s-Hall

Langsamer, emotionaler Aufbau

Sanfter Gesang, später von einer elektrischen Gitarrenmelodie getragen

Typisches Beispiel einer Power-Ballade der Glam-Metal-Ära

Chart-Erfolge

LandPlatzierung
🇺🇸 USA (Billboard Hot 100) #1
🇨🇦 Kanada#2
🇬🇧 UK#13
🇦🇺 Australien#10

Der Song war Poison’s einziger US-#1-Hit und wurde mit Platin ausgezeichnet.

Musikvideo

Schwarzweiß-Ästhetik, Tour-Szenen, Akustik-Performance

Zeigt Bret Michaels nachdenklich allein – kontrastiert mit der wilden Bühnenenergie der Band

MTV spielte das Video ununterbrochen – es machte die Band zu Weltstars

Erfolg & Bedeutung

Verkauft sich bis heute millionenfach

Gilt als eine der bekanntesten Rockballaden aller Zeiten

Wurde von unzähligen Künstlern gecovert (u. a. Miley Cyrus, Kelly Clarkson, Guns N’ Roses live gecovert)

Taucht regelmäßig in 80s-Rock-Playlists, Filmen und Karaoke-Klassikern auf

Trivia

Der Song machte Poison zu einer der größten Rockbands der späten 80er.

Bret Michaels nannte ihn „mein ehrlichster Song“.

Wird oft als das „Hotel California“ der Glam-Metal-Ära bezeichnet.

Weitere große Hits von Poison

JahrSongBesonderheit
1988Nothin’ But a Good TimePartyhymne, MTV-Hit
1986Talk Dirty to MeDurchbruchsingle
1990Unskinny BopFunkiger Glam-Rock-Hit
1989Your Mama Don’t DanceCover von Loggins & Messina, Top-10-Hit
1991Something to Believe InZweite große Ballade, emotional & sozialkritisch

Youtube

Bio von Poison

Gründung und Aufstieg

Gegründet: 1983 in Mechanicsburg, Pennsylvania (USA)

Ursprüngliche Mitglieder:

Bret Michaels – Gesang

C.C. DeVille – Lead-Gitarre

Bobby Dall – Bass

Rikki Rockett – Schlagzeug

Anfangs hieß die Band Paris, zog 1984 nach Los Angeles und änderte ihren Namen in Poison. Dort wurden sie Teil der legendären Sunset Strip-Szene – neben Mötley Crüe, Ratt und Guns N’ Roses.

Durchbruch (1986–1988)

Ihr Debütalbum Look What the Cat Dragged In (1986) war ein Überraschungserfolg.

Hits: Talk Dirty to Me, I Want Action, I Won’t Forget You

Stil: auffälliges Make-up, Leder, Haar-Spray, Party-Rock mit Pop-Metal-Touch

Poison stand für den Spaßfaktor des Glam Metal – weniger düster als Mötley Crüe, mehr poppig als Def Leppard.

Der große Durchbruch kam 1988 mit dem zweiten Album:

Open Up and Say… Ahh! (1988)

Enthält die Klassiker:

Every Rose Has Its Thorn (US #1)

Nothin’ But a Good Time

Fallen Angel

Verkauf: über 8 Millionen Exemplare weltweit

Weltweiter Ruhm (1989–1991)

Poison wurde zur Superband der Glam-Ära: MTV-Lieblinge, Arena-Touren, Skandale und Groupies.

Das dritte Album Flesh & Blood (1990) zeigte eine etwas reifere Seite:

Hits: Unskinny Bop, Something to Believe In, Ride the Wind

Verkäufe: über 7 Millionen Exemplare

Kritiker lobten erstmals die Songqualität

Krisen & Wechseljahre (1991–1996)

1991: Interner Streit – C.C. DeVille verließ die Band nach einem legendären MTV-Fight mit Bret Michaels.

Ersatz: Richie Kotzen (Ex-Mr. Big-Gitarrist)

1993: Album Native Tongue – bluesiger, erwachsener Sound, aber geringerer Erfolg.

1994: Kotzen flog raus wegen einer Affäre mit Rikki Rocketts Freundin.

1996: Reunion mit C.C. DeVille – Band wieder vollständig.

Comeback & Best-of-Ära (1999–heute)

1999: Power to the People – Live-Album und neue Songs

2000er: Regelmäßige US-Touren mit Def Leppard, Mötley Crüe und Skid Row

2007: Poison’d! – Cover-Album (u. a. Your Mama Don’t Dance)

2010er: Große „Rock of Ages“- und „Stadium“-Touren

Bret Michaels wurde durch Reality-TV (MTV & VH1) erneut populär – etwa mit Rock of Love und Celebrity Apprentice.

Musikalischer Stil

Kombination aus Hard Rock, Pop Metal und Glam Punk

Markenzeichen: eingängige Hooks, auffälliger Look, Partytexte

Live bekannt für überschäumende Energie, Feuerwerk und Publikumsnähe

Erfolge

Über 45 Millionen Alben weltweit verkauft

10 Top-40-Hits in den USA

3 Multi-Platin-Alben

Zahlreiche MTV- und Billboard-Auszeichnungen

Kultstatus als eine der „letzten echten 80s-Rockbands“

Besetzung (Klassisch & Heute)

MitgliedRolleAktiv
Bret MichaelsLead Vocals, Akustikgitarre1983–heute
C.C. DeVilleLead Guitar, Backing Vocals1986–91, 1996–heute
Bobby DallBass1983–heute
Rikki RockettDrums1983–heute

Bekannteste Songs

JahrSongChartplatzierung
1988Every Rose Has Its Thorn#1 (US)
1988Nothin’ But a Good Time#6 (US)
1986Talk Dirty to Me#9 (US)
1990Unskinny Bop#3 (US)
1990Something to Believe In#4 (US)
1989Your Mama Don’t Dance#10 (US)

Vermächtnis

Poison gilt heute als Inbegriff des Glam Metal:

Bret Michaels wird bis heute als charismatischer Frontmann verehrt

Laut, bunt, sexy, aber mit echter Songwriting-Substanz

Einfluss auf Bands wie Steel Panther, The Darkness, und jüngere Retro-Rock-Acts