Grunddaten
| Merkmal | Information |
|---|---|
| Titel: | Another One Bites the Dust |
| Interpret: | Queen |
| Veröffentlichung: | 22. August 1980 |
| Album: | The Game |
| Songwriter: | John Deacon |
| Produzenten: | Queen & Reinhold Mack |
| Label: | EMI (UK), Elektra (US) |
| Genre: | Funk Rock / Disco / Pop Rock |
| Länge: | 3:35 |
Entstehung & Inspiration
Der Song wurde komplett von Bassist John Deacon geschrieben – Text, Basslinie und Arrangement stammen von ihm.
Deacon war Fan von Funk und Soul, besonders von Chic (Bernard Edwards & Nile Rodgers).
Die ikonische Basslinie ist deutlich von Chics “Good Times” inspiriert.
Freddie Mercury war begeistert und überzeugte die Band, den Song aufzunehmen – obwohl Brian May anfangs skeptisch war („zu funky, zu wenig Rock“).
John Deacon spielte bei der Aufnahme fast alle Instrumente selbst:
Bassgitarre
Rhythmusgitarre
Synthesizer (mit Mack)
Percussion-Effekte (Trittgeräusche, Hände, Klatschen)
Aufnahme & Produktion
Die Band wollte einen groovigen, minimalistischen Funk-Sound – anders als ihre früheren, theatralischen Rocksongs.Freddie Mercury singt in einem lässigen, fast sprechgesangähnlichen Stil – cool, rhythmisch, mit klarer Betonung des Beats.
Aufgenommen: München, Musicland Studios (Februar 1980)
Schlagzeuger Roger Taylor nahm viele Soundeffekte auf (z. B. gestampfte Tritte auf Holzboden), die geloopt und überlagert wurden – fast wie frühe Sampling-Technik.
Produzent: Reinhold Mack, der auch mit ELO und Deep Purple arbeitete
Charakteristische Merkmale:
Minimalistische Bassline als zentrales Element
Sehr wenig Gitarre (für Queen ungewöhnlich)
Kein klassisches Gitarrensolo
Grooviger, funkiger Beat mit starkem Bass- und Schlagzeug-Fokus
Songtext & Bedeutung
Another one bites the dust…
(And another one gone, and another one gone…)
Der Text ist metaphorisch – ursprünglich inspiriert vom Straßenjargon („to bite the dust“ = sterben, besiegt werden).
Thematisch kann man ihn so deuten:
Kampf oder Wettbewerb („one by one they fall“)
Lebenshärte & Überlebenswille
Auch interpretiert als Anspielung auf Beziehungen oder soziale Machtspiele
Freddie Mercury selbst performte den Song oft mit theatralischer Geste, die ihn stärker sexuell-düster wirken ließ.
Chart-Erfolge
| Land | Chartplatzierung | Besonderheit |
|---|---|---|
| 🇺🇸 USA (Billboard Hot 100) | #1 (3 Wochen) | Queens größter US-Hit |
| 🇬🇧 UK | #7 | |
| 🇨🇦 Kanada | #1 | |
| 🇩🇪 Deutschland | #2 | |
| 🇨🇭 Schweiz | #2 | |
| 🌍 Weltweit | Top 10 in 25 Ländern |
Über 7 Millionen verkaufte Singles weltweit
Billboard Song of the Year 1980 (Platz #2)
Grammy-Nominierung – Best Rock Performance by a Duo or Group (1981)
Einfluss der Disco & Michael Jackson
Als Queen „The Game“ veröffentlichte, war Disco eigentlich auf dem Rückzug – aber der Funk-Sound dieses Songs brachte sie zurück auf die Tanzflächen.
Michael Jackson war ein riesiger Fan des Songs! Er sagte zu Freddie Mercury:
“You’d be crazy not to release that as a single.”
Queen folgte seinem Rat – und es wurde ihr größter US-Hit.
Später beeinflusste der Song Jacksons eigenes Material – vor allem den Groove von “Billie Jean” (1982).
Trivia
Der Song wurde bei vielen Sportveranstaltungen (z. B. Boxen, American Football) als Kampf-Hymne verwendet.
1980 wurde er auch von Radios in Clubs gespielt, wo Queen plötzlich ein Liebling des schwarzen R&B-Publikums wurde.
Es gibt eine Urban Legend, dass rückwärts abgespielt satanische Botschaften zu hören seien – reine Verschwörung (typisch 80s).
Live-Versionen: Queen spielte den Song bei fast jedem Konzert von 1980–1986, oft als Publikumstanzmoment.
Musikvideo
Regie: Daniel Kleinman
Dreh: Dallas Convention Center (Texas) während der US-Tour 1980
Schwarzweiß, rauer Stil – Performance-Material mit Publikum, minimalistisches Licht.
Unterstreicht den urbanen, funkigen Charakter des Songs.
Album-Kontext – The Game (1980)
| Song | Besonderheit |
|---|---|
| Play the Game | Klassischer Queen-Poprock |
| Crazy Little Thing Called Love | Rockabilly-Nummer (auch #1 in den USA) |
| Another One Bites the Dust | Funk-Experiment – Queens größter Hit |
| Save Me | Emotionale Ballade |
The Game war Queens kommerziell erfolgreichstes Studioalbum in den USA.
Kultureller Einfluss
Einer der meistgespielten Songs in US-Radio-Geschichte (BMI-Statistik: über 7 Mio. Plays)
Verwendung in zahllosen Filmen, Serien und Werbespots:
Iron Man 2, Zombieland, Glee, Stranger Things, Baby Driver
Inspiriert Coverversionen u. a. von:
Wyclef Jean feat. Pras & Free (Hip-Hop-Version, 1998)
Queen + Annie Crummer (Live Aid 1985 / Tribute Performances)
Musikalische Bedeutung
„Another One Bites the Dust“ war ein Wendepunkt:
brachte Funk, Disco und Rock zusammen, als kaum jemand das wagte
zeigte Queens Vielseitigkeit – sie konnten jedes Genre meistern
machte sie in den USA und Clubs popkulturell unsterblich
Brian May:
“John wrote it as a groove song. Freddie took it and turned it into an anthem.”
Fazit
| Kategorie | Beschreibung |
|---|---|
| Kernidee: | Funk trifft Rock – minimalistisch, tanzbar, cool |
| Musikalischer Kern: | legendäre Bassline von John Deacon |
| Erfolg: | Queens größter US-Hit, weltweiter Klassiker |
| Vermächtnis: | Brücke zwischen Rock, Pop, Disco und Funk – bis heute auf jedem Dancefloor |
💥 „Another One Bites the Dust“ ist der Beweis, dass Queen nicht nur Rockgiganten waren – sondern musikalische Chamäleons, die Funk, Soul und Groove meisterten, bevor es Mainstream wurde.
Youtube
Bio von Queen
Allgemeine Informationen
| Merkmal | Details |
|---|---|
| Bandname: | Queen |
| Gründung: | 1970, London (UK) |
| Mitglieder (klassisch): | Freddie Mercury (Gesang, Klavier), Brian May (Gitarre, Gesang), Roger Taylor (Schlagzeug, Gesang), John Deacon (Bass) |
| Genre: | Rock, Glam Rock, Hard Rock, Pop, Progressive Rock |
| Aktiv: | 1970–heute (in verschiedenen Formationen) |
| Label: | EMI, Elektra, Hollywood Records |
| Markenzeichen: | Bombastische Bühnenauftritte, mehrstimmiger Gesang, theatralischer Stil, technische Virtuosität |
Die Anfänge (1968–1973)
Brian May und Roger Taylor spielten zunächst in der Band Smile.
Nach dem Ausstieg ihres Sängers schloss sich Farrokh Bulsara (Freddie Mercury) der Gruppe an und schlug den Namen Queen vor.
Freddie entwarf auch das berühmte Queen-Logo, inspiriert vom Tierkreiszeichen aller Mitglieder.
1971 kam John Deacon als Bassist hinzu – damit war die klassische Besetzung komplett.
1973 erschien das Debütalbum „Queen“ mit einem Mix aus Hard Rock und Art Rock.
Ihr früher Stil war eine Mischung aus Led Zeppelin, Yes und David Bowie – aber mit eigener, theatralischer Note.
Der Durchbruch (1974–1976)
Alben:
Queen II (1974) – episch, komplex, kultig
Sheer Heart Attack (1974) – brachte erste internationale Erfolge
A Night at the Opera (1975) – das Meisterwerk
Darauf: „Bohemian Rhapsody“, ein Song ohne Refrain, aber mit Opernpassage und Gitarrensolo – ein musikalisches Wagnis, das Geschichte schrieb.
🎵 #1 in UK, weltweiter Erfolg, bahnbrechendes Musikvideo (eines der ersten der Popgeschichte).
Glamour, Stadionrock & Weltruhm (1977–1980)
Alben wie „News of the World“ (1977) mit:
We Will Rock You
We Are the Champions
machten Queen zu Stadion-Ikonen.
Jazz (1978) brachte Don’t Stop Me Now – heute einer der beliebtesten Queen-Hits.
Mit „The Game“ (1980) kam der Stilwechsel:
Crazy Little Thing Called Love
Another One Bites the Dust
funkiger, poppiger Sound, riesige US-Erfolge.
Weltweite Dominanz & Experimente (1981–1984)
Greatest Hits (1981) wurde eines der meistverkauften Alben aller Zeiten.
Sie experimentierten mit Synthesizern und Pop-Elementen:
Under Pressure (feat. David Bowie, 1981)
Radio Ga Ga (1984)
I Want to Break Free (1984) – mit dem legendären Drag-Video.
Sie wurden in Südamerika zu Superstars (größte Konzerte dort bis heute).
Live Aid & Späte Jahre (1985–1991)
Live Aid (13. Juli 1985) im Wembley-Stadion: Queen lieferte eine der besten Live-Performances der Musikgeschichte.
Freddie Mercury dominierte die Bühne – 72.000 Menschen sangen jede Zeile mit.
Danach:
A Kind of Magic (1986) – Soundtrack zu Highlander
The Miracle (1989) – Comeback mit Hits wie I Want It All
Innuendo (1991) – melancholisch und majestätisch
Freddie Mercury wurde 1987 HIV-positiv diagnostiziert und starb am 24. November 1991 an AIDS-bedingter Lungenentzündung.
Nach Freddies Tod & Vermächtnis
Musikalisches Erbe
Queen war und ist:
innovativ (Sounddesign, Mehrspurgesang, Stilvielfalt)
theatralisch (Mercurys Bühnenpräsenz, Kostüme)
universell (Fans von Rock bis Pop lieben sie)
zeitlos – ihre Songs werden bis heute in Filmen, Stadien und Shows gespielt.
🎶 Wichtige Songs:
Bohemian Rhapsody
Don’t Stop Me Now
Somebody to Love
We Will Rock You / We Are the Champions
Another One Bites the Dust
Under Pressure
Radio Ga Ga
I Want to Break Free
The Show Must Go On
Erfolge & Auszeichnungen
| Kategorie | Leistung |
|---|---|
| Verkaufte Tonträger: | über 300 Millionen weltweit |
| #1-Hits: | in über 20 Ländern |
| Rock and Roll Hall of Fame: | 2001 |
| Brit Award for Outstanding Contribution to Music: | 1990 |
| Grammy Lifetime Achievement Award: | 2018 |
| Oscar-prämierter Film: | Bohemian Rhapsody (2018) – brachte neue Generation an Fans |
Zitat von Freddie Mercury
“I won’t be a rock star. I will be a legend.”
Er hatte recht.