1971 - 1980 · Queen

Another One Bites the Dust

Grunddaten Merkmal Information Titel: Another One Bites the Dust Interpret: Queen Veröffentlichung: 22.

Queen: Another One Bites the Dust

Grunddaten

MerkmalInformation
Titel:Another One Bites the Dust
Interpret:Queen
Veröffentlichung:22. August 1980
Album:The Game
Songwriter:John Deacon
Produzenten:Queen & Reinhold Mack
Label:EMI (UK), Elektra (US)
Genre:Funk Rock / Disco / Pop Rock
Länge:3:35

Entstehung & Inspiration

Der Song wurde komplett von Bassist John Deacon geschrieben – Text, Basslinie und Arrangement stammen von ihm.

Deacon war Fan von Funk und Soul, besonders von Chic (Bernard Edwards & Nile Rodgers).
Die ikonische Basslinie ist deutlich von Chics “Good Times” inspiriert.

Freddie Mercury war begeistert und überzeugte die Band, den Song aufzunehmen – obwohl Brian May anfangs skeptisch war („zu funky, zu wenig Rock“).

John Deacon spielte bei der Aufnahme fast alle Instrumente selbst:

Bassgitarre

Rhythmusgitarre

Synthesizer (mit Mack)

Percussion-Effekte (Trittgeräusche, Hände, Klatschen)

Aufnahme & Produktion

Die Band wollte einen groovigen, minimalistischen Funk-Sound – anders als ihre früheren, theatralischen Rocksongs.Freddie Mercury singt in einem lässigen, fast sprechgesangähnlichen Stil – cool, rhythmisch, mit klarer Betonung des Beats.

Aufgenommen: München, Musicland Studios (Februar 1980)

Schlagzeuger Roger Taylor nahm viele Soundeffekte auf (z. B. gestampfte Tritte auf Holzboden), die geloopt und überlagert wurden – fast wie frühe Sampling-Technik.

Produzent: Reinhold Mack, der auch mit ELO und Deep Purple arbeitete

Charakteristische Merkmale:

Minimalistische Bassline als zentrales Element

Sehr wenig Gitarre (für Queen ungewöhnlich)

Kein klassisches Gitarrensolo

Grooviger, funkiger Beat mit starkem Bass- und Schlagzeug-Fokus

Songtext & Bedeutung

Another one bites the dust…
(And another one gone, and another one gone…)

Der Text ist metaphorisch – ursprünglich inspiriert vom Straßenjargon („to bite the dust“ = sterben, besiegt werden).
Thematisch kann man ihn so deuten:

Kampf oder Wettbewerb („one by one they fall“)

Lebenshärte & Überlebenswille

Auch interpretiert als Anspielung auf Beziehungen oder soziale Machtspiele

Freddie Mercury selbst performte den Song oft mit theatralischer Geste, die ihn stärker sexuell-düster wirken ließ.

Chart-Erfolge

LandChartplatzierungBesonderheit
🇺🇸 USA (Billboard Hot 100)#1 (3 Wochen)Queens größter US-Hit
🇬🇧 UK#7
🇨🇦 Kanada#1
🇩🇪 Deutschland#2
🇨🇭 Schweiz#2
🌍 WeltweitTop 10 in 25 Ländern

Über 7 Millionen verkaufte Singles weltweit
Billboard Song of the Year 1980 (Platz #2)
Grammy-Nominierung – Best Rock Performance by a Duo or Group (1981)

Einfluss der Disco & Michael Jackson

Als Queen „The Game“ veröffentlichte, war Disco eigentlich auf dem Rückzug – aber der Funk-Sound dieses Songs brachte sie zurück auf die Tanzflächen.

Michael Jackson war ein riesiger Fan des Songs! Er sagte zu Freddie Mercury:
“You’d be crazy not to release that as a single.”
Queen folgte seinem Rat – und es wurde ihr größter US-Hit.

Später beeinflusste der Song Jacksons eigenes Material – vor allem den Groove von “Billie Jean” (1982).

Trivia

Der Song wurde bei vielen Sportveranstaltungen (z. B. Boxen, American Football) als Kampf-Hymne verwendet.

1980 wurde er auch von Radios in Clubs gespielt, wo Queen plötzlich ein Liebling des schwarzen R&B-Publikums wurde.

Es gibt eine Urban Legend, dass rückwärts abgespielt satanische Botschaften zu hören seien – reine Verschwörung (typisch 80s).

Live-Versionen: Queen spielte den Song bei fast jedem Konzert von 1980–1986, oft als Publikumstanzmoment.

Musikvideo

Regie: Daniel Kleinman

Dreh: Dallas Convention Center (Texas) während der US-Tour 1980

Schwarzweiß, rauer Stil – Performance-Material mit Publikum, minimalistisches Licht.

Unterstreicht den urbanen, funkigen Charakter des Songs.

Album-Kontext – The Game (1980)

SongBesonderheit
Play the GameKlassischer Queen-Poprock
Crazy Little Thing Called LoveRockabilly-Nummer (auch #1 in den USA)
Another One Bites the DustFunk-Experiment – Queens größter Hit
Save MeEmotionale Ballade

The Game war Queens kommerziell erfolgreichstes Studioalbum in den USA.

Kultureller Einfluss

Einer der meistgespielten Songs in US-Radio-Geschichte (BMI-Statistik: über 7 Mio. Plays)

Verwendung in zahllosen Filmen, Serien und Werbespots:

Iron Man 2, Zombieland, Glee, Stranger Things, Baby Driver

Inspiriert Coverversionen u. a. von:

Wyclef Jean feat. Pras & Free (Hip-Hop-Version, 1998)

Queen + Annie Crummer (Live Aid 1985 / Tribute Performances)

Musikalische Bedeutung

„Another One Bites the Dust“ war ein Wendepunkt:

brachte Funk, Disco und Rock zusammen, als kaum jemand das wagte

zeigte Queens Vielseitigkeit – sie konnten jedes Genre meistern

machte sie in den USA und Clubs popkulturell unsterblich

Brian May:
“John wrote it as a groove song. Freddie took it and turned it into an anthem.”

Fazit

KategorieBeschreibung
Kernidee:Funk trifft Rock – minimalistisch, tanzbar, cool
Musikalischer Kern:legendäre Bassline von John Deacon
Erfolg:Queens größter US-Hit, weltweiter Klassiker
Vermächtnis:Brücke zwischen Rock, Pop, Disco und Funk – bis heute auf jedem Dancefloor

💥 „Another One Bites the Dust“ ist der Beweis, dass Queen nicht nur Rockgiganten waren – sondern musikalische Chamäleons, die Funk, Soul und Groove meisterten, bevor es Mainstream wurde.

Youtube

Bio von Queen

Allgemeine Informationen

MerkmalDetails
Bandname:Queen
Gründung:1970, London (UK)
Mitglieder (klassisch):Freddie Mercury (Gesang, Klavier), Brian May (Gitarre, Gesang), Roger Taylor (Schlagzeug, Gesang), John Deacon (Bass)
Genre:Rock, Glam Rock, Hard Rock, Pop, Progressive Rock
Aktiv:1970–heute (in verschiedenen Formationen)
Label:EMI, Elektra, Hollywood Records
Markenzeichen:Bombastische Bühnenauftritte, mehrstimmiger Gesang, theatralischer Stil, technische Virtuosität

Die Anfänge (1968–1973)

Brian May und Roger Taylor spielten zunächst in der Band Smile.

Nach dem Ausstieg ihres Sängers schloss sich Farrokh Bulsara (Freddie Mercury) der Gruppe an und schlug den Namen Queen vor.

Freddie entwarf auch das berühmte Queen-Logo, inspiriert vom Tierkreiszeichen aller Mitglieder.

1971 kam John Deacon als Bassist hinzu – damit war die klassische Besetzung komplett.

1973 erschien das Debütalbum „Queen“ mit einem Mix aus Hard Rock und Art Rock.

Ihr früher Stil war eine Mischung aus Led Zeppelin, Yes und David Bowie – aber mit eigener, theatralischer Note.

Der Durchbruch (1974–1976)

Alben:

Queen II (1974) – episch, komplex, kultig

Sheer Heart Attack (1974) – brachte erste internationale Erfolge

A Night at the Opera (1975)das Meisterwerk

Darauf: „Bohemian Rhapsody“, ein Song ohne Refrain, aber mit Opernpassage und Gitarrensolo – ein musikalisches Wagnis, das Geschichte schrieb.
🎵 #1 in UK, weltweiter Erfolg, bahnbrechendes Musikvideo (eines der ersten der Popgeschichte).

Glamour, Stadionrock & Weltruhm (1977–1980)

Alben wie „News of the World“ (1977) mit:

We Will Rock You

We Are the Champions
machten Queen zu Stadion-Ikonen.

Jazz (1978) brachte Don’t Stop Me Now – heute einer der beliebtesten Queen-Hits.

Mit „The Game“ (1980) kam der Stilwechsel:

Crazy Little Thing Called Love

Another One Bites the Dust
funkiger, poppiger Sound, riesige US-Erfolge.

Weltweite Dominanz & Experimente (1981–1984)

Greatest Hits (1981) wurde eines der meistverkauften Alben aller Zeiten.

Sie experimentierten mit Synthesizern und Pop-Elementen:

Under Pressure (feat. David Bowie, 1981)

Radio Ga Ga (1984)

I Want to Break Free (1984) – mit dem legendären Drag-Video.

Sie wurden in Südamerika zu Superstars (größte Konzerte dort bis heute).

Live Aid & Späte Jahre (1985–1991)

Live Aid (13. Juli 1985) im Wembley-Stadion: Queen lieferte eine der besten Live-Performances der Musikgeschichte.
Freddie Mercury dominierte die Bühne – 72.000 Menschen sangen jede Zeile mit.

Danach:

A Kind of Magic (1986) – Soundtrack zu Highlander

The Miracle (1989) – Comeback mit Hits wie I Want It All

Innuendo (1991) – melancholisch und majestätisch

Freddie Mercury wurde 1987 HIV-positiv diagnostiziert und starb am 24. November 1991 an AIDS-bedingter Lungenentzündung.

Nach Freddies Tod & Vermächtnis

Musikalisches Erbe

Queen war und ist:

innovativ (Sounddesign, Mehrspurgesang, Stilvielfalt)

theatralisch (Mercurys Bühnenpräsenz, Kostüme)

universell (Fans von Rock bis Pop lieben sie)

zeitlos – ihre Songs werden bis heute in Filmen, Stadien und Shows gespielt.

🎶 Wichtige Songs:

Bohemian Rhapsody

Don’t Stop Me Now

Somebody to Love

We Will Rock You / We Are the Champions

Another One Bites the Dust

Under Pressure

Radio Ga Ga

I Want to Break Free

The Show Must Go On

Erfolge & Auszeichnungen

KategorieLeistung
Verkaufte Tonträger:über 300 Millionen weltweit
#1-Hits:in über 20 Ländern
Rock and Roll Hall of Fame:2001
Brit Award for Outstanding Contribution to Music:1990
Grammy Lifetime Achievement Award:2018
Oscar-prämierter Film:Bohemian Rhapsody (2018) – brachte neue Generation an Fans

Zitat von Freddie Mercury

“I won’t be a rock star. I will be a legend.”

Er hatte recht.