1981 - 1990 · Quincy Jones

Secret Garden

Grundlegende Infos Titel: Secret Garden (Sweet Seduction Suite) Künstler: Quincy Jones feat. Barry White, Al B.

Quincy Jones: Secret Garden


Grundlegende Infos

Titel: Secret Garden (Sweet Seduction Suite)

Künstler: Quincy Jones feat. Barry White, Al B. Sure!, El DeBarge & James Ingram

Veröffentlichung: 1989 (Album), Single: 1990

Songwriter: Rod Temperton, Quincy Jones, Siedah Garrett, El DeBarge

Produzent: Quincy Jones

Klang & Atmosphäre

„Secret Garden“ ist ein langsamer, sinnlicher R&B-Track mit romantisch-verführerischem Ton.

Charakteristisch:

  • fließende Synths, sanfte Beats, Streicher
  • Sprechgesang von Barry White (legendär tief und erotisch)
  • Wechselnder Gesang zwischen El DeBarge, James Ingram und Al B. Sure!

Der Song ist Teil des „Quiet Storm“-Stils – ein Subgenre von Soul/R&B mit Fokus auf Intimität, Romantik und Emotion.

Songtext & Thema

„Secret Garden“ verwendet Garten-Metaphern als Symbol für eine tiefere sexuelle und emotionale Verbindung zwischen Liebenden.

„I’ll take good care of you, that’s what a man is supposed to do…“
„I know a melody that we could sing together…“

Barry White spricht die Frau im Song direkt an – wie ein poetisches Flüstern.

Es geht nicht nur um Verführung, sondern um Vertrauen, Zärtlichkeit und Hingabe.

Besonderheiten & Rezeption

Der Song wurde für seine außergewöhnliche Besetzung gefeiert – eine Art R&B Supergroup:

Barry White – Spoken Word, gravitätisch

El DeBarge – Falsett, zart und gefühlvoll

James Ingram – kraftvoll und soulig

Al B. Sure! – jugendlich und modern für die damalige Zeit

Er wurde oft in Liebesszenen in Filmen und Serien verwendet (z. B. New Jack City).

Albumkontext – „Back on the Block“

Das Album „Back on the Block“ (1989) war Quincy Jones’ Comeback als Produzent und Musiker – eine Brücke zwischen Generationen:

Alte Jazz-Größen wie Ella Fitzgerald & Ray Charles

Neue Stars des R&B & Hip-Hop wie Ice-T, Big Daddy Kane

„Secret Garden“ war eines der emotionalen Highlights des Albums.

Bedeutung & Einfluss

Gilt als einer der besten Slow-Jam-Tracks der 1990er.

Wurde von vielen DJs und Radiostationen in „Lovers’ Hours“ gespielt.

Diente später als Sample in verschiedenen R&B-Produktionen.

Zeigt Quincy Jones’ Genie: Künstler, Generationen und Stile miteinander zu verbinden.

Youtube

Quincy Jones – Biografie

Vollständiger Name: Quincy Delight Jones Jr.

Geboren: 14. März 1933 in Chicago, Illinois, USA

Beruf: Musikproduzent, Komponist, Dirigent, Arrangeur, Musiker

Aktiv seit: 1951 – heute

Frühes Leben

Wuchs in schwierigen Verhältnissen auf, sein Vater war Zimmermann, die Mutter war psychisch krank.

Zog nach Seattle, wo er Ray Charles als Teenager kennenlernte.

Spielte früh Trompete, später studierte er am Berklee College of Music.

Musikalische Anfänge

Tourte mit Lionel Hampton als junger Jazztrompeter in den 1950ern.

Arbeitete bald als Arrangeur für Count Basie, Dinah Washington und Duke Ellington.

Internationaler Durchbruch

1957: Ging nach Paris, arbeitete dort für Film und europäische Orchester.

Wurde musikalischer Leiter von Mercury Records – erster Afroamerikaner in einer solchen Position bei einem großen Label.

Karriere-Highlights

Produzent für Michael Jackson

Produzierte Jacksons größte Alben:

Off the Wall (1979)

Thriller (1982) – meistverkauftes Album aller Zeiten

Bad (1987)

War verantwortlich für den einzigartigen Soundmix aus Funk, Soul, Disco und Pop.

Film- und Fernsehkomponist

Schrieb Scores für über 30 Filme und Serien:

In the Heat of the Night

The Italian Job (1969)

The Color Purple (Produzent)

Sanford and Son (Titelmelodie)

Humanitäres Engagement

Produzierte „We Are the World“ (1985) – Charity-Song für Afrika mit über 40 Stars (u. a. Michael Jackson, Lionel Richie, Diana Ross, Stevie Wonder).

Gründer diverser Bildungsinitiativen (z. B. The Quincy Jones Foundation).

Auszeichnungen & Ehrungen

15 Grammy Awards

Presidential Medal of Freedom (2006)

Aufnahme in die Rock and Roll Hall of Fame (1987)

Rolling Stone listete ihn unter den Top 10 Gitarristen aller Zeiten

Auszeichnungen

28 Grammy Awards (von über 80 Nominierungen)

Grammy Legend Award, 1991

Kennedy Center Honors, 2001

Aufnahme in die Rock and Roll Hall of Fame, 2013

Jean Hersholt Humanitarian Award (Oscar), 1995

Einfluss & Vermächtnis

Quincy Jones war eine der größten Brückenfiguren zwischen Jazz, Pop, Soul, Film und Funk.

Half, afroamerikanische Künstler in den Mainstream zu bringen.

Förderte Karrieren von Stars wie Will Smith, Oprah Winfrey, und Michael Jackson.

Privates & Vermächtnis

Vater von sieben Kindern, darunter Rashida Jones (Schauspielerin, Parks and Recreation).

Thema der Netflix-Doku „QUINCY“ (2018) – produziert von seiner Tochter Rashida.

Führt weiterhin Projekte durch, obwohl er gesundheitlich kürzertritt.

„The essence of Quincy Jones is: there are no genres, only good or bad music.“