Grunddaten
Titel: Angels
Künstler: Robbie Williams
Album: Life thru a Lens
Veröffentlichung: 1. Dezember 1997
Label: Chrysalis / EMI
Songwriter: Robbie Williams, Guy Chambers
Produzent: Guy Chambers, Steve Power
Länge: 4:25
Genre: Pop / Soft Rock / Britpop-Ballade
Hintergrund & Entstehung
„Angels“ war die vierte Single aus Robbies Debütalbum Life thru a Lens – und der Song, der seine Solokarriere rettete.
Nach dem Ausstieg aus Take That 1995 war Robbie zunächst als „gescheiterter Ex-Boyband-Star“ abgestempelt. Erst „Angels“ machte ihn zu einem ernstzunehmenden Künstler.
Die Inspiration kam laut Robbie aus einem sehr persönlichen Ort:
„Ich schrieb den Song in fünf Minuten, über den Verlust, über Hoffnung, über jemanden, der über dich wacht.“
Er sagte mehrfach, dass der Song von spiritueller Nähe, Schutz und Trost handelt – nicht zwingend religiös, sondern menschlich und universell.
Der Song wurde gemeinsam mit Guy Chambers geschrieben – der Beginn einer der erfolgreichsten Songwriter-Partnerschaften der britischen Popgeschichte.
Musikalischer Stil
Intro: Sanftes Klavier, leise Streicher
Refrain: Kraftvoll, hymnisch, mit emotionalem Aufstieg
Thema: Liebe, Verlust, spirituelle Geborgenheit
“And through it all, she offers me protection / A lot of love and affection, whether I’m right or wrong…”
Die Melodie ist einfach, aber überwältigend wirkungsvoll – sie spricht Herz und Seele gleichzeitig an.
Musikvideo
Regie: Samuel Bayer (auch für Nirvana, Cranberries, Green Day tätig)
Ort: Weston-super-Mare (England)
Inhalt: Robbie allein auf einem verlassenen Küstenstreifen, nachdenklich, melancholisch, in Schwarz-Weiß-Tönen.
Das Video unterstreicht das Thema Einsamkeit und Trost, ohne übertrieben sentimental zu wirken.
Chart-Erfolge
| Land | Höchste Platzierung |
|---|---|
| 🇬🇧 UK | #4 |
| 🇩🇪 Deutschland | #6 |
| 🇨🇭 Schweiz | #2 |
| 🇮🇹 Italien | #1 |
| 🇪🇸 Spanien | #1 |
| 🇦🇺 Australien | #10 |
Obwohl „Angels“ nie die #1 in Großbritannien erreichte, wurde er Robbie Williams’ erfolgreichster Song überhaupt.
Auszeichnungen & Erfolge
- BRIT Award 2005: Best Song of the Past 25 Years
- Über 3,5 Millionen Verkäufe weltweit
Youtube
Bio von Robbie Woilliams
Frühe Jahre
Vollständiger Name: Robert Peter Williams
Geboren: 13. Februar 1974, Stoke-on-Trent, Staffordshire, England
Eltern: Janet Williams & Peter „Parp“ Conway (Entertainer)
Robbie wuchs in einfachen Verhältnissen auf, doch schon früh zeigte sich seine Leidenschaft für Musik und Auftritte.
Er besuchte die St. Margaret Ward Catholic School und nahm bereits als Teenager an Schulmusicals teil.
Karrierebeginn – Take That (1990–1995)
Mit 16 Jahren wurde Robbie das jüngste Mitglied der Boyband Take That, die 1990 gegründet wurde.
Die Band wurde zu einem Phänomen der 1990er mit Hits wie:
Back for Good
Never Forget
Everything Changes
Pray
Robbie war der rebellische, witzige, charmante „Bad Boy“ der Gruppe – im Gegensatz zu Gary Barlow, dem ernsthaften Songwriter.
Doch hinter den Kulissen war Robbie unzufrieden:
Konflikte mit Barlow
Alkohol- und Drogenexzesse
Kreative Einschränkungen
➡️1995 verließ er Take That nach Spannungen und persönlichen Problemen – die Fans waren schockiert, und seine Zukunft galt als unsicher.
Solo-Durchbruch (1996–1998)
Sein erster Schritt als Solokünstler war das George Michael-Cover „Freedom“ (1996) – ein symbolischer Neuanfang.
1997 erschien sein Debütalbum Life thru a Lens, das zunächst nur mäßig lief.
Dann kam „Angels“ (1997) – und alles änderte sich.
Der Song wurde zum Megahit.
Robbie wurde vom Skandalstar zum Nationalhelden Großbritanniens.
Sein zweites Album I’ve Been Expecting You (1998) enthielt weitere Klassiker wie Millennium und No Regrets – und festigte seinen Ruf als Pop-Ikone.
Der Superstar (1999–2006)
In dieser Zeit wurde Robbie zu einem der größten Entertainer Europas.
Highlights:
Alben:
Sing When You’re Winning (2000) → Rock DJ, Kids, Supreme
Swing When You’re Winning (2001) → Jazz-Standards im Rat-Pack-Stil
Escapology (2002) → Feel, Come Undone, Something Beautiful
Intensive Care (2005) → Tripping, Advertising Space
Konzerte:
Knebworth 2003: Über 375.000 Zuschauer – eines der größten britischen Livekonzerte aller Zeiten.
Auszeichnungen:
Mehr als 18 BRIT Awards (Rekord!)
Unzählige Preise in Europa und Australien.
Krisen & Comeback (2006–2012)
2006: Veröffentlichung von Rudebox – ein experimentelles Elektroalbum, das Fans spaltete.
2007–2008: Rückzug aus der Öffentlichkeit, Depressionen, Suchtprobleme.
2009: Comeback mit Reality Killed the Video Star (Bodies).
➡️2010: Versöhnung mit Take That!
Album Progress (2010)
Rekordtour mit der Band 2011 – über 1,8 Mio. Tickets in einem Tag verkauft!
Spätere Karriere (2012–heute)
2012: Take the Crown mit dem Hit Candy (UK #1)
2013: Swings Both Ways (erneut Swing-Stil, Duette mit Lily Allen & Michael Bublé)
2016: The Heavy Entertainment Show – Pop mit ironischem Glamour
2019–2020: The Christmas Present – festliches Doppelalbum
2022: XXV – Orchester-Neuinterpretationen seiner größten Hits
2023: Netflix-Doku Robbie Williams – sehr persönliche Einblicke in seine Psyche, Ruhm & Rückschläge
Privatleben
Ehefrau: Ayda Field (US-Schauspielerin, bekannt aus That ’70s Show) – seit 2010 verheiratet
Kinder: Theodora („Teddy“), Charlton („Charlie“), Colette („Coco“), Beau
Wohnort: Los Angeles & London
Offene Haltung zu Themen wie Depression, Angstzustände, Spiritualität und Suchtbewältigung.
Robbie spricht heute offen darüber, wie Therapie, Familie und Glaube ihm geholfen haben, Stabilität zu finden.
Erfolge in Zahlen
| Kategorie | Zahl / Info |
|---|---|
| Studioalben | 12 (davon 11 UK #1) |
| Singles | über 70 |
| Plattenverkäufe | über 80 Millionen weltweit |
| BRIT Awards | 18 (Rekordhalter) |
| Welttourneen | über 10 |
| Streams (2025) | >5 Milliarden |
Markenzeichen
Charme, Witz & Selbstironie
Starke Bühnenpräsenz
Mischung aus Pop, Swing & Rock
Emotionale Texte mit britischem Humor
Robbie Williams ist mehr als ein Popstar – er ist Entertainer, Satiriker, verletzlicher Mensch und Spiegel seiner Generation.
Zitat von Robbie Williams
“I’m not a singer who wants to be famous.
I’m famous who wants to be a singer.”