1991 - 2001 · Robbie Williams

Angels

Grunddaten Titel: Angels Künstler: Robbie Williams Album: Life thru a Lens Veröffentlichung: 1.

Robbie Williams: Angels

Grunddaten

Titel: Angels

Künstler: Robbie Williams

Album: Life thru a Lens

Veröffentlichung: 1. Dezember 1997

Label: Chrysalis / EMI

Songwriter: Robbie Williams, Guy Chambers

Produzent: Guy Chambers, Steve Power

Länge: 4:25

Genre: Pop / Soft Rock / Britpop-Ballade

Hintergrund & Entstehung

„Angels“ war die vierte Single aus Robbies Debütalbum Life thru a Lens – und der Song, der seine Solokarriere rettete.

Nach dem Ausstieg aus Take That 1995 war Robbie zunächst als „gescheiterter Ex-Boyband-Star“ abgestempelt. Erst „Angels“ machte ihn zu einem ernstzunehmenden Künstler.

Die Inspiration kam laut Robbie aus einem sehr persönlichen Ort:

„Ich schrieb den Song in fünf Minuten, über den Verlust, über Hoffnung, über jemanden, der über dich wacht.“

Er sagte mehrfach, dass der Song von spiritueller Nähe, Schutz und Trost handelt – nicht zwingend religiös, sondern menschlich und universell.

Der Song wurde gemeinsam mit Guy Chambers geschrieben – der Beginn einer der erfolgreichsten Songwriter-Partnerschaften der britischen Popgeschichte.

Musikalischer Stil

Intro: Sanftes Klavier, leise Streicher

Refrain: Kraftvoll, hymnisch, mit emotionalem Aufstieg

Thema: Liebe, Verlust, spirituelle Geborgenheit

“And through it all, she offers me protection / A lot of love and affection, whether I’m right or wrong…”

Die Melodie ist einfach, aber überwältigend wirkungsvoll – sie spricht Herz und Seele gleichzeitig an.

Musikvideo

Regie: Samuel Bayer (auch für Nirvana, Cranberries, Green Day tätig)

Ort: Weston-super-Mare (England)

Inhalt: Robbie allein auf einem verlassenen Küstenstreifen, nachdenklich, melancholisch, in Schwarz-Weiß-Tönen.

Das Video unterstreicht das Thema Einsamkeit und Trost, ohne übertrieben sentimental zu wirken.

Chart-Erfolge

LandHöchste Platzierung
🇬🇧 UK#4
🇩🇪 Deutschland#6
🇨🇭 Schweiz#2
🇮🇹 Italien#1
🇪🇸 Spanien#1
🇦🇺 Australien#10

Obwohl „Angels“ nie die #1 in Großbritannien erreichte, wurde er Robbie Williams’ erfolgreichster Song überhaupt.

Auszeichnungen & Erfolge

  • BRIT Award 2005: Best Song of the Past 25 Years
  • Über 3,5 Millionen Verkäufe weltweit

Youtube

Bio von Robbie Woilliams

Frühe Jahre

Vollständiger Name: Robert Peter Williams

Geboren: 13. Februar 1974, Stoke-on-Trent, Staffordshire, England

Eltern: Janet Williams & Peter „Parp“ Conway (Entertainer)

Robbie wuchs in einfachen Verhältnissen auf, doch schon früh zeigte sich seine Leidenschaft für Musik und Auftritte.

Er besuchte die St. Margaret Ward Catholic School und nahm bereits als Teenager an Schulmusicals teil.

Karrierebeginn – Take That (1990–1995)

Mit 16 Jahren wurde Robbie das jüngste Mitglied der Boyband Take That, die 1990 gegründet wurde.

Die Band wurde zu einem Phänomen der 1990er mit Hits wie:

Back for Good

Never Forget

Everything Changes

Pray

Robbie war der rebellische, witzige, charmante „Bad Boy“ der Gruppe – im Gegensatz zu Gary Barlow, dem ernsthaften Songwriter.

Doch hinter den Kulissen war Robbie unzufrieden:

Konflikte mit Barlow

Alkohol- und Drogenexzesse

Kreative Einschränkungen

➡️1995 verließ er Take That nach Spannungen und persönlichen Problemen – die Fans waren schockiert, und seine Zukunft galt als unsicher.

Solo-Durchbruch (1996–1998)

Sein erster Schritt als Solokünstler war das George Michael-Cover „Freedom“ (1996) – ein symbolischer Neuanfang.

1997 erschien sein Debütalbum Life thru a Lens, das zunächst nur mäßig lief.

Dann kam „Angels“ (1997) – und alles änderte sich.

Der Song wurde zum Megahit.

Robbie wurde vom Skandalstar zum Nationalhelden Großbritanniens.

Sein zweites Album I’ve Been Expecting You (1998) enthielt weitere Klassiker wie Millennium und No Regrets – und festigte seinen Ruf als Pop-Ikone.

Der Superstar (1999–2006)

In dieser Zeit wurde Robbie zu einem der größten Entertainer Europas.

Highlights:

Alben:

Sing When You’re Winning (2000) → Rock DJ, Kids, Supreme

Swing When You’re Winning (2001) → Jazz-Standards im Rat-Pack-Stil

Escapology (2002) → Feel, Come Undone, Something Beautiful

Intensive Care (2005) → Tripping, Advertising Space

Konzerte:

Knebworth 2003: Über 375.000 Zuschauer – eines der größten britischen Livekonzerte aller Zeiten.

Auszeichnungen:

Mehr als 18 BRIT Awards (Rekord!)

Unzählige Preise in Europa und Australien.

Krisen & Comeback (2006–2012)

2006: Veröffentlichung von Rudebox – ein experimentelles Elektroalbum, das Fans spaltete.

2007–2008: Rückzug aus der Öffentlichkeit, Depressionen, Suchtprobleme.

2009: Comeback mit Reality Killed the Video Star (Bodies).

➡️2010: Versöhnung mit Take That!

Album Progress (2010)

Rekordtour mit der Band 2011 – über 1,8 Mio. Tickets in einem Tag verkauft!

Spätere Karriere (2012–heute)

2012: Take the Crown mit dem Hit Candy (UK #1)

2013: Swings Both Ways (erneut Swing-Stil, Duette mit Lily Allen & Michael Bublé)

2016: The Heavy Entertainment Show – Pop mit ironischem Glamour

2019–2020: The Christmas Present – festliches Doppelalbum

2022: XXV – Orchester-Neuinterpretationen seiner größten Hits

2023: Netflix-Doku Robbie Williams – sehr persönliche Einblicke in seine Psyche, Ruhm & Rückschläge

Privatleben

Ehefrau: Ayda Field (US-Schauspielerin, bekannt aus That ’70s Show) – seit 2010 verheiratet

Kinder: Theodora („Teddy“), Charlton („Charlie“), Colette („Coco“), Beau

Wohnort: Los Angeles & London

Offene Haltung zu Themen wie Depression, Angstzustände, Spiritualität und Suchtbewältigung.

Robbie spricht heute offen darüber, wie Therapie, Familie und Glaube ihm geholfen haben, Stabilität zu finden.

Erfolge in Zahlen

KategorieZahl / Info
Studioalben12 (davon 11 UK #1)
Singlesüber 70
Plattenverkäufeüber 80 Millionen weltweit
BRIT Awards18 (Rekordhalter)
Welttourneenüber 10
Streams (2025)>5 Milliarden

Markenzeichen

Charme, Witz & Selbstironie

Starke Bühnenpräsenz

Mischung aus Pop, Swing & Rock

Emotionale Texte mit britischem Humor

Robbie Williams ist mehr als ein Popstar – er ist Entertainer, Satiriker, verletzlicher Mensch und Spiegel seiner Generation.

Zitat von Robbie Williams

“I’m not a singer who wants to be famous.
I’m famous who wants to be a singer.”