| Merkmal | Details |
|---|
| Titel: | Come Together |
| Interpret: | The Beatles |
| Album: | Abbey Road |
| Veröffentlichung: | 26. September 1969 (UK) / 1. Oktober 1969 (USA) |
| Songwriter: | John Lennon (zugeschrieben Lennon/McCartney) |
| Produzent: | George Martin |
| Label: | Apple Records |
| Genre: | Blues Rock, Psychedelic Rock |
| Länge: | 4:19 |
Entstehungsgeschichte
Der Song wurde ursprünglich von John Lennon geschrieben – ursprünglich als Wahlkampfsong für den Psychologen und LSD-Verfechter Timothy Leary, der 1969 gegen Ronald Reagan als Gouverneur von Kalifornien kandidieren wollte.
Learys Slogan war „Come together, join the party“. Lennon begann ein Lied dafür zu schreiben, aber nach Learys Verhaftung wegen Drogenbesitzes überarbeitete Lennon den Text – daraus wurde der Beatles-Song.
Die Aufnahme fand im Juli 1969 in den Abbey Road Studios (London) statt.
Songtext & Bedeutung
„Come Together“ ist ein kryptischer, poetischer Song mit surrealen Zeilen, die voller Anspielungen stecken.
Erste Zeile:
“Here come old flat-top, he come groovin’ up slowly…”
Diese Zeile ist eine Hommage an Chuck Berrys Song „You Can’t Catch Me“, was später sogar zu einem Rechtsstreit führte (Lennon einigte sich außergerichtlich mit Berrys Verlag).
Der Text enthält fünf Strophen, jede beschreibt eine mystische, leicht absurde Figur – angeblich Porträts der vier Beatles oder einfach Assoziationen aus Lennons Fantasie.
Das „Come together, right now, over me“ wird oft als Aufruf zur Einheit verstanden – damals ein Symbol für Zusammenhalt in einer gespaltenen Zeit (Vietnamkrieg, Hippie-Bewegung, politische Umbrüche).
Musikalische Merkmale
Tempo: ca. 83 BPM
Tonart: D-Moll / D-Dur-Mix
Rhythmus: schleppender, hypnotischer Blues-Groove
Markant: Paul McCartneys funky Basslinie, Ringo Starrs trockener Schlagzeugsound, Lennons flüsternder Gesang und George Harrisons dezente Slide-Gitarre.
Instrumentierung:
John Lennon – Gesang, Rhythmusgitarre
Paul McCartney – Bass, Background Vocals
George Harrison – Leadgitarre
Ringo Starr – Schlagzeug, Handclaps
Die Produktion von George Martin und der Klang des Songs – düster, sinnlich, fast „live im Studio“ – tragen stark zur Wirkung bei.
Erfolg & Rezeption
„Come Together“ wurde als Doppel-A-Single mit „Something“ veröffentlicht.
Er erreichte:
Platz 1 der US-Billboard Hot 100
Platz 4 der UK-Charts
1970 gewann der Song den Ivor Novello Award für „Best A-Side of the Year“.
Heute gilt er als einer der coolsten Beatles-Tracks überhaupt – besonders wegen seines hypnotischen Grooves und Lennons charismatischem Gesang.
Nachwirkung & Coverversionen
Coverversionen von u. a.:
Aerosmith (1978) – für den Film Sgt. Pepper’s Lonely Hearts Club Band
Michael Jackson (1988) – Album HIStory
Soundgarden, Arctic Monkeys, Gary Clark Jr., Eurythmics und viele mehr.
Der Song ist in unzähligen Filmen und Werbungen verwendet worden (A Bronx Tale, Justice League, The Flash, Mindhunter u.v.m.).
Trivia & Fakten
Die „Chuck Berry“-Zeile führte zu einer Klage von Morris Levy, dem Inhaber der Rechte an You Can’t Catch Me. Lennon musste sich außergerichtlich einigen und nahm daraufhin mehrere Coverversionen von Berry-Songs für sein Album Rock ’n’ Roll (1975) auf.
John Lennon nannte „Come Together“ später „einen der besten Beatles-Grooves überhaupt“.
Die Basslinie von Paul McCartney gilt als eine der berühmtesten der Rockgeschichte.
Zitat von John Lennon
“It’s gobbledygook — come together means come together, right now, over me. It’s just a funky record, not a message.”