Basia: Cruising for Bruising

Hintergrund & Entstehung

  • „Cruising for Bruising“ wurde von Basia Trzetrzelewska und Danny White geschrieben.
  • Produziert wurde der Song ebenfalls von Basia und Danny White.
  • Thematisch handelt der Song von einer Trennung bzw. dem Ende einer Beziehung. Im Text schwingt der Wunsch mit, dass man noch eine zweite Chance geben könnte, wenn man sich Zeit nimmt, um zu lernen, was schiefgelaufen ist.
  • Der Song stammt vom Album „London Warsaw New York“, das 1990 erschienen ist.

Veröffentlichung & Versionen

Single-Veröffentlichung im Jahr 1990.

Es gibt mehrere Versionen:

Standard-Single: ca. 4:05 / 4:08 Minuten.

12″-Remix / Extended Mix: ca. 6:45 Minuten.

Instrumental-Version.

Musikvideo

Regie: Nick Morris.

Gedreht wurde auf dem Land (in der englischen Landschaft, Oxfordshire), weil Basia wollte, dass das Video „very English“ wirkt.

Im Video sieht man Basia und Danny White als Paar, das sich gerade trennt: Danny packt, verlÀsst das Haus, es ist eine sehr emotionale Szene.

Basia hat gesagt, dass sie beim Dreh oft geweint hat – „der Song war so nah an der RealitĂ€t“, so dass ihr Make-up mehrmals nachgebessert werden musste.

Das Video erschien zunĂ€chst 1990 auf einer VHS-Kompilation („A New Day“). SpĂ€ter (2009) war es auf der Bonus-DVD der Special Edition von Basias Album It’s That Girl Again. J

Chart-Erfolg

In den USA erreichte „Cruising for Bruising“ Platz 29 in den Billboard Hot 100.

In den US-Adult-Contemporary-Charts erreichte der Song Platz 5.

In Kanada war der Song ebenfalls erfolgreich (z. B. Chartplatz 21 in den RPM 100 Singles).

In Europa war der Erfolg etwas begrenzter:

UK: Platz 86 (nur kurz in den Charts)

Frankreich: Platz 46.

Niederlande: Platz 51.

Kritische Rezeption

In der Zeitschrift Music & Media wurde „Cruising for Bruising“ als „Single der Woche“ gefeiert – sie lobten Basias klare Stimme, die Melodie und den gut hörbaren Radiopop-Charakter.

Musikjournalist David Giles von Music Week meinte hingegen, der Song sei „weniger kommerziell“ als einige andere Basia-Songs und kritisierte, dass der Beat nicht besonders stark sei.

Songtexte & Bedeutung

Der Text handelt sehr stark von Schmerz, Sehnsucht und dem Wunsch nach Versöhnung: „A second chance 
 but now we need time / Time to learn, time to understand 
 where we went wrong“ ist eine wiederkehrende Wendung im Refrain.

„We are cruising for bruising“ bedeutet in etwa „wir steuern darauf zu, verletzt zu werden“, was die gefĂ€hrliche Dynamik einer Beziehung beschreibt, in der beide noch GefĂŒhle haben, aber vieles gesagt werden muss.

Im Bridge-Teil spricht sie davon, „so long 
 I never were 
 Go I must let you go“ – das zeigt, dass Trennung unausweichlich ist, aber Hoffnung auf „some other time“ besteht.

Weitere Fakten

Der Song wurde auch in spÀteren Kompilationen aufgenommen, da er zu ihren Signatur-Songs zÀhlt.

Der Song war ein wichtiger Teil von Basias Karriere – er ist einer ihrer bekanntesten Hits.

Bei Live-Auftritten ist „Cruising for Bruising“ hĂ€ufig vertreten, z. B. auf dem Live-Album „Basia on Broadway“, das 1995 veröffentlicht wurde.

Youtube

Bio von Basia

VollstĂ€ndiger Name: Barbara StanisƂawa „Basia“ Trzetrzelewska
Geboren: 30. September 1954 in Jaworzno, Polen

FrĂŒhes Leben & musikalischer Einstieg

Basia ist in Jaworzno aufgewachsen.

Ihre Eltern betrieben ein Eiscafé, und ihre Mutter gab ihr Klavierunterricht, was ihre musikalische Basis legte.

Bereits als Jugendliche begann sie zu singen: Mit etwa 15 Jahren nahm sie an einem Talentwettbewerb teil.

In den 1970er Jahren war sie Mitglied im polnischen Frauen-Vokalensemble Alibabki (1972–1974).

SpÀter (ab 1977) sang sie auch bei der Rock-Band Perfect.

Umzug nach Großbritannien & Karriere mit Matt Bianco

1979 war sie kurz in Chicago (USA), spĂ€ter zog sie 1981 nach Großbritannien.

In Großbritannien traf sie Danny White und Mark Reilly – mit ihnen grĂŒndete sie die Band Matt Bianco (ursprĂŒnglich hieß die Band „Bronze“).

Mit Matt Bianco hatte sie Erfolg, bevor sie sich entschied, eine Solokarriere zu starten.

Solokarriere & Erfolge

Ihr DebĂŒt-Soloalbum „Time and Tide“ erschien 1987 bei Epic Records.

Es folgten erfolgreiche Alben wie „London Warsaw New York“ (1990) und „The Sweetest Illusion“ (1994).

Ihre Musik ist eine charakteristische Mischung aus Jazz, Pop und lateinamerikanischen Rhythmen (z. B. Samba, Bossa Nova).

Sie hat eine bemerkenswert große Gesangsreichweite (etwa drei Oktaven) – von Contralto bis Sopran.

Viele ihrer Texte sind auf Englisch, aber sie integriert auch polnische Passagen in einigen Songs.

Persönliches & Auszeichnungen

Basia hat einen Sohn, MikoƂaj, der in den spĂ€ten 1970er Jahren geboren wurde.

Sie lebt in Großbritannien, hat aber auch weiterhin eine Verbindung zu ihrer Heimat Polen.

In Polen wurde sie mit dem Ritterkreuz des Ordens Polonia Restituta ausgezeichnet fĂŒr ihre Verdienste um die polnische Kultur.

Karrierepause & Comeback

Ende der 1990er-Jahre zog sie sich teilweise aus dem MusikgeschĂ€ft zurĂŒck, vor allem wegen persönlicher Verluste.

2004 kehrte sie zurĂŒck und nahm mit Matt Bianco die Platte „Matt’s Mood“ auf.

2009 veröffentlichte sie mit „It’s That Girl Again“ ihr erstes Studio-Album nach langer Solo-Pause.

2018 erschien das Album „Butterflies“, das ihren wiedergefundenen kreativen Drive zeigt.

EinflĂŒsse & Stil

Basia nennt als EinflĂŒsse u. a. Aretha Franklin, Stevie Wonder, AntĂŽnio Carlos Jobim und Astrud Gilberto.

Ihr Musikmix ist sehr kosmopolitisch: Jazz, Soul, Pop, Lateinamerika – sie verbindet diese Stile auf elegante Weise.

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