Quincy Jones: Ai No Corrida
Grundlegende Infos
Titel: Ai No Corrida
Interpret: Quincy Jones (feat. Dune & Patti Austin)
Album: The Dude
Veröffentlichung: 1981
Genre: Funk / Jazz / Pop mit Disco-Einflüssen
Label: A&M Records
Der Song ist eine Coverversion des Originals von Chaz Jankel (1980), wurde durch Quincy Jones’ Version jedoch international bekannt.
Entstehung & Bedeutung
Ai No Corrida wurde ursprünglich von Chaz Jankel und Kenny Young geschrieben.
Der Titel spielt auf den japanischen Ausdruck 「愛のコリーダ」 (Ai no Korīda – „Bullfight of Love“) an, eine Referenz an den kontroversen französisch-japanischen Film In the Realm of the Senses (Ai no corrida).
Quincy Jones nahm die Version funkiger und tanzbarer auf als das Original und belegte damit seine Stärke als Produzent und Arrangeur.
Erfolg & Charts
Jones’ Version von Ai No Corrida war ein kommerzieller Hit:
USA
#28 in den Billboard Hot 100
#10 auf der US-R&B-Chart
#5 auf der US Dance/Disco-Chart
UK
#14 in den Single-Charts
Frankreich
Top-10-Hit Platz 7
Weitere Länder: Österreich, Deutschland, Schweden, etc. – ebenfalls in den Charts vertreten.
Grammy-Erfolg
Ai No Corrida wurde mit dem Grammy Award 1982 für „Best Instrumental Arrangement Accompanying Vocalist(s)“ ausgezeichnet – ein Beleg für die exzellente Produktion und musikalische Gestaltung von Quincy Jones und Jerry Hey.
Stil & Sound
Der Track kombiniert:
Funk- und Disco-Grooves
Jazz- und R&B-Elemente
dichte Horn-Arrangements
lebendige Rhythmussektion
…typisch für Quincy Jones’ Produktion um 1980.
Die Performance zeichnet sich durch:
eine tanzbare Bassline
präzise Percussion
dynamische Bläserparts
und eingängige Gesangsharmonien aus (mit Lead-Vocals von Dune/Charles May und Background-Vocals u. a. von Patti Austin)
Musiker & Mitwirkende (Auswahl)
Jones zog für Ai No Corrida eine All-Star-Besetzung an:
Charles May (Dune) – Lead-Gesang
Patti Austin – Background-Gesang
Herbie Hancock – Electric Piano
Louis Johnson – Bass
John „J.R.“ Robinson – Drums
Steve Lukather – Gitarre
Jerry Hey – Horn-Arrangement
…und weitere Top-Session-Musiker.
Text & Thema (Kurz)
Der Songtext handelt von:
leidenschaftlicher Liebe, die süchtig macht –
ein Gefühl, das gleichzeitig aufregend und überwältigend ist.
Der wiederkehrende Begriff “Ai no corrida” dient dabei als poetisches Bild für intensive Gefühle zwischen zwei Menschen.
Kurze Zusammenfassung
„Ai No Corrida“ von Quincy Jones ist:
eine funkig-discohafte Coverversion des Originals
ein internationaler Chart-Hit (1981)
Grammy-prämiert für sein Arrangement
ein Paradebeispiel für Jones’ Produktionskunst
Youtube
Bio von Quincy Jones
Frühes Leben
Quincy Delight Jones Jr.
Geboren: 14. März 1933 in Chicago, Illinois
Gestorben: 3. November 2024 in Los Angeles (91 Jahre)
Quincy Jones wuchs in schwierigen Verhältnissen auf. Seine Mutter litt an psychischen Erkrankungen, sein Vater arbeitete als Zimmermann. Die Familie zog später nach Seattle, wo Quincy früh seine Leidenschaft für Musik entdeckte – zunächst am Klavier, später an der Trompete.
Schon als Teenager spielte er mit Ray Charles, was seinen weiteren Weg entscheidend prägte.
Ausbildung & Jazz-Karriere
Jones studierte Musik am Berklee College of Music (Boston), brach das Studium jedoch ab, um mit Lionel Hampton auf Tour zu gehen.
In den 1950ern arbeitete er als:
Jazz-Trompeter
Arrangeur
Bandleader
für Größen wie:
Count Basie
Dizzy Gillespie
Frank Sinatra
Er wurde schnell bekannt für seine außergewöhnlichen Arrangements und Orchestrierungen.
Durchbruch als Produzent & Manager
In den 1960ern:
wurde Quincy Jones Vizepräsident von Mercury Records
war damit einer der ersten afroamerikanischen Top-Manager in der Musikindustrie
Parallel komponierte er Filmmusik, u. a. für:
The Pawnbroker (1964)
In the Heat of the Night (1967)
The Italian Job (1969)
Er schrieb über 40 Filmmusiken und prägte den modernen Soundtrack-Stil.
Pop- & Funk-Ikone der 70er/80er
In den späten 70ern und 80ern wurde Quincy Jones zur Schlüsselfigur der Popmusik.
Legendäre Alben:
Off the Wall (1979) – Michael Jackson
Thriller (1982) – meistverkauftes Album aller Zeiten
Bad (1987) – Michael Jackson
Diese Zusammenarbeit veränderte Popmusik für immer.
Eigene Solo-Erfolge
Quincy Jones veröffentlichte selbst erfolgreiche Alben, u. a.:
The Dude (1981)
Ai No Corrida
Just Once
One Hundred Ways
Diese Werke verbanden:
Funk
Jazz
R&B
Pop
Disco
auf höchstem Produktionsniveau.
„We Are the World“
1985 produzierte Quincy Jones:
„We Are the World“
mit u. a. Michael Jackson, Lionel Richie, Stevie Wonder, Tina Turner.
Der Song:
sammelte Millionen für Afrika
wurde eines der wichtigsten Charity-Projekte der Musikgeschichte
Sein berühmtes Studioschild lautete:
“Leave your ego at the door.”
Auszeichnungen & Rekorde
28 Grammy Awards (Rekordhalter)
80+ Grammy-Nominierungen
Emmy Award
Tony Award
Oscar-Ehrenpreis
Aufnahme in die Rock & Roll Hall of Fame
Er war einer der meist ausgezeichneten Musiker aller Zeiten.
Bedeutung & Vermächtnis
Quincy Jones war:
Musiker
Produzent
Arrangeur
Komponist
Unternehmer
Mentor
Er arbeitete mit:
Jazz-Legenden, Pop-Ikonen, Filmstudios und politischen Führungspersönlichkeiten
Sein größtes Talent:
Menschen, Genres und Generationen zu verbinden
Kurz gesagt
Quincy Jones war:
einer der einflussreichsten Musikschaffenden des 20. und 21. Jahrhunderts
Ohne ihn gäbe es:
genreübergreifende Musik in dieser Form
nicht so, wie wir sie kennen.
den Sound von Michael Jackson
moderne Pop-Produktion



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