1981 - 1990 · Pink Floyd

Sorrow

Grundinformationen Titel: Sorrow Album: A Momentary Lapse of Reason (1987) Länge: 8:46 Minuten Komponist & Texter: David Gilmour Produzenten: David Gilmour, Bob Ezrin Band: Pink Floyd Hintergrund & Entstehung Nach Roger.

Pink Floyd: Sorrow

Grundinformationen

Titel: Sorrow

Album: A Momentary Lapse of Reason (1987)

Länge: 8:46 Minuten

Komponist & Texter: David Gilmour

Produzenten: David Gilmour, Bob Ezrin

Band: Pink Floyd

Hintergrund & Entstehung

Nach Roger Waters’ Ausstieg 1985 stand David Gilmour im Zentrum der kreativen Leitung von Pink Floyd. Sorrow war einer der ersten Songs, die Gilmour komplett allein schrieb, um zu zeigen, dass Pink Floyd auch ohne Waters’ Texte und Konzepte bestehen konnte.

Er schrieb den Song zunächst auf einem Boot auf der Themse. Der Text wurde von der melancholischen, fast apokalyptischen Stimmung inspiriert, die Gilmour damals empfand — auch beeinflusst von John Steinbeck’s Schreibstil, insbesondere aus „The Grapes of Wrath“.

Musikalischer Stil

Sorrow ist bekannt für seinen gewaltigen Gitarrensound, düstere Atmosphäre und eine epische Struktur.

Intro: Das ikonische Gitarrenintro wurde von Gilmour auf seiner Fender Stratocaster gespielt, direkt über die Stadion-PA im Los Angeles Memorial Sports Arena aufgenommen. Dadurch entstand der mächtige, hallende Klang.

Riff & Rhythmus: Schwer, langsam und getragen – fast doomartig.

Gesang: Gilmour singt mit tiefer, resignierter Stimme, die perfekt zur Thematik passt.

Synthesizer & Drums: Bob Ezrin und Nick Mason schufen ein dichtes Klangbett, das das Gefühl von Leere und Verzweiflung verstärkt.

Text & Bedeutung

Der Text beschreibt eine verlorene, ausgebrannte Welt, in der die Menschheit ihre Emotionen und ihren Sinn verloren hat.
Wichtige Themen sind:

Entfremdung und emotionale Leere

Vergänglichkeit und Isolation

Verlust von Hoffnung und Idealismus

Beispielhafte Zeilen:

“The sweet smell of a great sorrow lies over the land,
Plumes of smoke rise and merge into the leaden sky…”

Die Sprache ist poetisch und bildhaft, typisch für Gilmour in dieser Ära – eher atmosphärisch als narrativ.

Live-Auftritte

Sorrow“ war ein Highlight auf mehreren Tourneen:

1987–1989: A Momentary Lapse of Reason Tour

1994: The Division Bell Tour (live zu hören auf Pulse, 1995)

2006 & 2015: David Gilmour spielte den Song auch auf seinen Solotouren.

Die Live-Versionen (besonders auf Pulse) gelten bei vielen Fans als sogar stärker als die Studioversion – mit erweitertem Gitarrensolo und noch mehr Intensität.

Rezeption

Sorrow wird oft als einer der besten späten Pink-Floyd-Songs bezeichnet.

Er zeigt, wie Gilmour nach Waters’ Weggang die Band prägte – mit Fokus auf Klang, Emotion und Atmosphäre statt Konzepttexten.

Viele Musiker und Fans sehen darin eine Art spirituellen Nachfolger zu Songs wie Comfortably Numb – nur dunkler und resignierter.

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Bio von Pink Floyd

Gründung und frühe Jahre (1965–1967):
Pink Floyd wurde 1965 in London gegründet. Die ursprüngliche Besetzung bestand aus Syd Barrett (Gitarre, Gesang), Roger Waters (Bass, Gesang), Richard Wright (Keyboards, Gesang) und Nick Mason (Schlagzeug). Der Bandname geht auf die Bluesmusiker Pink Anderson und Floyd Council zurück. Mit ihrem Debütalbum The Piper at the Gates of Dawn (1967) etablierten sie sich als führende Vertreter des Psychedelic Rock.

Kreativer Wandel und Durchbruch (1968–1975):
Nach Syd Barretts Ausstieg 1968 übernahm David Gilmour die Gitarre und wurde zur prägenden musikalischen Kraft. Die Band entwickelte einen neuen, atmosphärischen Sound mit langen instrumentalen Passagen, philosophischen Texten und innovativer Studiotechnik.
Der internationale Durchbruch kam mit The Dark Side of the Moon (1973), einem Konzeptalbum über menschliche Existenz, Wahnsinn und Gesellschaft. Es zählt zu den meistverkauften Alben aller Zeiten.

Höhepunkt und Konflikte (1975–1983):
Mit Wish You Were Here (1975) zollte Pink Floyd ihrem früheren Bandkollegen Barrett Tribut. Animals (1977) bot eine düstere Gesellschaftskritik, während The Wall (1979) zu einem monumentalen Werk über Isolation und Entfremdung wurde. Das begleitende Bühnenkonzept und der Film (1982) machten die Band zur Legende.
Nach internen Spannungen verließ Roger Waters 1985 die Band.

Späte Jahre und Comeback (1987–1995):
Gilmour, Mason und Wright führten Pink Floyd ohne Waters fort. Mit A Momentary Lapse of Reason (1987) und The Division Bell (1994) festigten sie ihren Status. Weltweite Tourneen mit spektakulären Licht- und Lasershows machten sie zu einer der erfolgreichsten Livebands der Rockgeschichte.

Nachwirkungen und Vermächtnis:
2005 trat die klassische Besetzung (Gilmour, Waters, Wright, Mason) beim Live 8-Konzert in London letztmals gemeinsam auf. Nach Wrights Tod 2008 erschien 2014 das Abschlussalbum The Endless River, das auf unveröffentlichten Aufnahmen aus den Division Bell-Sessions basiert.

Musikalisches Erbe:
Pink Floyd gilt als eine der einflussreichsten Rockbands überhaupt. Ihr Stil vereint Progressive Rock, psychedelische Klangexperimente und tiefgründige Konzepte. Ihre Musik prägte Generationen von Künstlern – und Songs wie Comfortably Numb, Wish You Were Here und Shine On You Crazy Diamond bleiben zeitlose Klassiker.