1991 - 2001 · Robert Plant

29 Palms

Grundlegende Infos Titel: 29 Palms Künstler: Robert Plant (Ex-Led Zeppelin-Sänger) Album: Fate of Nations Veröffentlichung: Mai 1993 (erste Single aus dem Album) Genre: Rock / Blues-Rock Länge: ca.

Robert Plant: 29 Palms

Grundlegende Infos

Titel: 29 Palms

Künstler: Robert Plant (Ex-Led Zeppelin-Sänger)

Album: Fate of Nations

Veröffentlichung: Mai 1993 (erste Single aus dem Album)

Genre: Rock / Blues-Rock

Länge: ca. 4:51

Label: Fontana Records

Songwriter: Robert Plant, Chris Blackwell, Phil Johnstone, Charlie Jones, Doug Boyle

Musik & Stil

Ein melodischer, entspannter Rocksong mit leichtem Wüsten-/Wüstenrock-Feeling.

Markant: Gitarrenriffs mit Slide-Elementen, relaxtes Tempo, Plants charakteristische Stimme in sanfterer, romantischer Form als bei Led Zeppelin.

Textlich geht es um Liebe und Sehnsucht – inspiriert von Plants Beziehung zu Alannah Myles (kanadische Sängerin, bekannt durch Black Velvet).

Hintergrund

Der Titel bezieht sich auf die Stadt Twentynine Palms, eine kleine Oasenstadt in der Mojave-Wüste (Kalifornien, nahe Joshua Tree).

Plant war zu dieser Zeit oft dort unterwegs und ließ sich von der Atmosphäre inspirieren.

Viele Fans vermuten, dass das Lied autobiografisch ist und seine Beziehung zu Alannah Myles widerspiegelt.

Chart-Erfolge

UK Singles Chart: Platz 21

US Billboard Album Rock Tracks: Platz 4

Auch in Kanada und einigen europäischen Ländern erfolgreich.

Wurde zu einem von Plants erfolgreichsten Solo-Songs nach Led Zeppelin.

Musikvideo

Gedreht in Wüstenlandschaften Kaliforniens, passend zum Titel.

Plant wird beim Fahren, Wandern und Musizieren gezeigt – lässig, amerikanisch, sehr „90s“-ästhetisch.

Bedeutung & Wirkung

29 Palms ist einer der bekanntesten Solo-Hits von Robert Plant.

Er zeigt eine andere Seite des Sängers: nicht den wilden Hardrocker, sondern einen gereiften Musiker mit Liebe zum amerikanischen Roots- und Desert-Rock-Sound.

Bis heute Teil vieler Robert-Plant-Best-of-Compilations.

Youtube

Bio von Robert Plant

Frühes Leben

Geboren: 20. August 1948 in West Bromwich, Staffordshire, England

Geburtsname: Robert Anthony Plant

Aufgewachsen in Worcestershire (Kidderminster-Gegend).

Begeisterte sich früh für Blues, Rock ’n’ Roll und Folk – Einflüsse: Elvis Presley, Howlin’ Wolf, Muddy Waters.

Karriere mit Led Zeppelin (1968–1980)

1968 von Gitarrist Jimmy Page in die neu gegründete Band Led Zeppelin geholt.

Bandmitglieder: Robert Plant (Gesang), Jimmy Page (Gitarre), John Paul Jones (Bass/Keyboards), John Bonham (Schlagzeug).

Plant prägte den Sound durch seine hohe, kraftvolle Stimme, ekstatische Bühnenpräsenz und charismatische Ausstrahlung.

Alben wie Led Zeppelin IV (1971) mit „Stairway to Heaven“ machten die Band weltberühmt.

Led Zeppelin gilt als eine der einflussreichsten Rockbands aller Zeiten.

Nach dem Tod von Schlagzeuger John Bonham 1980 löste sich die Band auf.

Solokarriere (ab 1982)

1982 erstes Soloalbum Pictures at Eleven.

Folgende Alben u. a.: The Principle of Moments (1983), Now and Zen (1988), Fate of Nations (1993).

Songs wie „Big Log“, „In the Mood“ oder „29 Palms“ wurden Solo-Hits.

Stil: Mischung aus Rock, Blues, Folk, Ethno- und Weltmusik-Einflüssen.

Zusammenarbeit & Projekte

The Honeydrippers (1984): ein nostalgisches Rhythm-and-Blues-Projekt mit Musikern wie Jeff Beck und Jimmy Page; Hit „Sea of Love“.

Page and Plant (1994–1998): Reunion-Projekt mit Jimmy Page; Alben No Quarter und Walking into Clarksdale.

Band of Joy (2010): Rückkehr zu seiner allerersten Band aus den 1960ern – Album mit Americana-/Folk-Ausrichtung.

Alison Krauss: 2007 gemeinsames Album Raising Sand, gewann 6 Grammys, u. a. „Album des Jahres“. 2021 erschien das Nachfolgealbum Raise the Roof.

Spätere Jahre & Stil

Robert Plant ist bekannt für seine musikalische Neugier: ständige Erneuerung, kein Festhalten am Led-Zeppelin-Erbe.

Beschäftigt sich viel mit Folk, Americana, nordafrikanischer Musik und Weltmusik.

Seine Stimme – einst ein wilder Hardrock-Schrei – hat sich zu einem wärmeren, tieferen Timbre entwickelt, das hervorragend zu akustischer und folkiger Musik passt.

Privates

War von 1968 bis 1983 mit Maureen Wilson verheiratet; drei Kinder (sein Sohn Karac starb 1977 tragisch mit fünf Jahren).

Lebt zurückgezogen in Worcestershire, England.

Bekannt für Humor, Bodenständigkeit und sein Desinteresse an Rockstar-Klischees.

Auszeichnungen & Einfluss

DMehrfacher Grammy-Gewinner (u. a. mit Alison Krauss).

1995 Aufnahme in die Rock and Roll Hall of Fame mit Led Zeppelin.

Gilt als einer der größten Rock-Sänger aller Zeiten – oft an der Spitze von Bestenlisten (z. B. Rolling Stone).

Einfluss auf unzählige Sänger im Rock- und Metal-Bereich.